Lungentag

Apps und neue Therapien helfen Allergikern

Gute Nachrichten für Allergiker? - Diese Frage ist das Motto des 18. Deutschen Lungentags am 19. September. Bundesweit wird an diesem Tag über Allergien der Atemwege und über die Fortschritte bei der Therapie informiert.

Veröffentlicht: 18.09.2015, 14:45 Uhr

NEU-ISENBURG. Fast jeder sechste Mensch in Deutschland leidet an Heuschnupfen; das sind rund 12 Millionen Betroffene, erinnern die Lungenärzte im Netz anlässlich des Deutschen Lungentags am 19. September.

Jeder zweite erwachsene Allergiker mit Heuschnupfen durch Baum-, Gräser- oder Kräuterpollen entwickelt zudem eine Kreuzallergie gegen Obst, Gemüse oder Gewürze, wird auf der Informationsplattform vom Bundesverband der Pneumologen und von der Deutschen Lungenstiftung berichtet.

Für Betroffene hat es in den vergangenen Jahren eine Reihe von Fortschritten im Verständnis und der Behandlung gegeben, so die Organisationen in einer Mitteilung. Dazu gehören:

- Eine kostenlose App für Pollenallergiker, die eine individuelle Pollenflugvorhersage erlaubt (Download: www.pollenstiftung.de). Patienten können darin auch rhinitische und bronchiale Symptome dokumentieren, diese mit dem Pollenflug korrelieren und an den Arzt weiterleiten.

Mit den Ergebnissen lassen sich die Diagnose präzisieren und die Therapie anpassen. Auf der Webseite www.pollenstiftung.de gibt es zudem Hinweise zum Pollenflug und aktuelle Mitteilungen.

- Die kostenlose App "Milbencheck" ermöglicht es Betroffenen, ihre Beschwerden zu dokumentieren, Orte mit besonderer Milbenbelastung zu identifizieren und sich mit anderen Betroffenen in der Region zu vergleichen.

- Die sublinguale Immuntherapie ist vorangeschritten. Patienten sparen damit Zeit beim Arzt und haben auch ein geringeres Risiko für starke Nebenwirkungen.

- Die Therapie bei Asthma bronchiale wurde verbessert. Bei schwerem allergischem Asthma ist nun anerkannt, dass Anti-IgE eher eingesetzt werden sollte als Steroide. Auch die gesetzlichen Kassen übernehmen die hohen Kosten für diese Therapie. Das gleiche Anti-IgE ist zudem für die Behandlung bei chronisch unspezifische Urtikaria zugelassen. (eb)

Regionale Veranstaltungen am Lungentag: www.lungentag.de/veranstaltungen.html

Mehr zum Thema

Atopische Keratokonjunktivitis

Wenn Neurodermitis ins Auge geht

Option Dupilumab

„Grundlegende Änderung“ bei Neurodermitis

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Zwei große COVID-19-Studien zurückgezogen

Hydroxychloroquin und Antihypertensiva

Zwei große COVID-19-Studien zurückgezogen

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden