Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Arzneien sind nicht immer Schuld

Von Michael Hubert Veröffentlicht:

Nehmen Frauen regelmäßig Medikamente und werden sie schwanger, fragen sie: Schaden die Arzneien meinem Kind? Fast ein Dilemma für den Arzt. Denn von seiner Antwort hängt auch ab, ob ein Abbruch erwogen wird.

Erfolgt der nicht und hat das Kind Fehlbildungen, kann es "schlecht beraten" heißen. Prozesse in dieser Richtung hat es gegeben.

Nun hat eine Studie ein erhöhtes Risiko für angeborene Herzfehler ergeben, wenn im ersten Trimenon ACE-Hemmer eingenommen wurden.

Sollten Frauen deshalb einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen, wenn sie unter einer Therapie mit ACE-Hemmern schwanger werden? Diese Entscheidung müssen sie selbst treffen. Als Grundlage dafür sollten sie aber die ganzen Studienergebnisse kennen.

Denn in der Studie gab es nicht nur auch für andere Antihypertensiva ein erhöhtes Risiko. Sondern die Forscher haben auch gefragt, wie es bei Schwangeren mit Hypertonie aber ohne entsprechende Therapie aussieht.

Auch hier war das Risiko für das Ungeborene erhöht! Eine Grunderkrankung kann also ebenfalls ein Risiko für den Fetus bedeuten, nicht nur Arzneien dagegen. Auch das müssen Ärzte wissen und kommunizieren.

Lesen Sie dazu auch: Wann schaden ACE-Hemmer dem Fetus wirklich?

Mehr zum Thema

Ernährungsberatung

Schilddrüse: Vegane Ernährung verschärft Jodmangel

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Substitution differenziert betrachten

Testosteron als kardiometabolisches Therapie-Konzept: Wann es wirklich hilft

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Elternzeit, Krankheitsvertretung und Co.

Befristete Arbeitsverträge: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

Ernährungsberatung

Schilddrüse: Vegane Ernährung verschärft Jodmangel

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Lesetipps
Ein Stapel mit vielen Büchern

© Frank Rumpenhorst/dpa

State-of-the-Art

Was in den Praxisempfehlungen und Leitlinien der DDG neu ist

Blick über die Schulter eines Trompeters, der ein Konzert spielt.

© Kitreel / Stock.adobe.com

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte