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IQWiG

Asthma-DMP ist leitliniengerecht

Das Disease-Management-Programm zu Asthma stimmt mit den Leitlinien weitgehend überein. Das ergab eine IQWiG-Recherche.

Veröffentlicht:

BERLIN. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat kürzlich eine Recherche evidenzbasierter Leitlinien zur Behandlung bei Asthma bronchiale vorgelegt.

Ziel ist es, in aktuellen, methodisch hochwertigen Leitlinien diejenigen Empfehlungen zu identifizieren, die für die geplante Überarbeitung des Disease-Management-Programms (DMP) bedeutsam sind.

Demnach muss das DMP an keiner Stelle dringend überarbeitet werden. Allerdings identifizierte das IQWiG einige Aspekte, die ergänzt und spezifiziert werden könnten.

Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) haben Wissenschaftler systematisch nach neuen Leitlinien gesucht, deren methodische Qualität bewertet und die relevanten Empfehlungen zusammengestellt. Dann wurden diese Empfehlungen mit den Vorgaben für das deutsche DMP abgeglichen.

Ein Überarbeitungsbedarf kann entstehen, wenn neue Studien auch neue Erkenntnisse über eine Erkrankung bringen. Deshalb ist es auch gesetzlich vorgeschrieben, ein DMP in regelmäßigen Abständen zu überarbeiten.

Aufgabe des Instituts ist es, zunächst Unterschiede zwischen den Empfehlungen der Leitlinien und dem DMP zu identifizieren. Die Prüfung, ob diese Unterschiede tatsächlich zu einer Überarbeitung des DMP führen sollten, obliegt dem G-BA.Zwölf relevante Leitlinien identifiziert

Insgesamt zwölf Leitlinien hat das IQWiG in seine Untersuchung einbezogen. Sechs beschäftigen sich allgemein mit der Versorgung von Asthma-Patienten, die übrigen widmen sich speziellen Aspekten, wie der Versorgung im Krankenhaus, berufsbedingtem Asthma oder der Förderung der Asthmakontrolle bei Säuglingen und Kindern.

Nur wenige DiskrepanzenDie Empfehlungen der aktuellen Leitlinien stimmen mit den Anforderungen des DMP im Wesentlichen überein. Allerdings sind die meisten Empfehlungen im Vergleich zum Wortlaut der DMP-Richtlinie ausführlicher, so eine Mitteilung.

Auch sprechen einige Leitlinien Themen an, die in der aktuellen Richtlinie nicht enthalten sind, etwa die Diagnostik des berufsbedingten Asthmas oder der Hinweis, dass die Therapie an der Asthmakontrolle ausgerichtet werden sollte. Zudem beschreiben die Leitlinien ein Stufenschema zur Medikation.

Zum Ablauf der BerichtserstellungDen Vorbericht hatte das IQWiG im August 2013 zur Diskussion gestellt. Nach dem Ende des Stellungnahmeverfahrens wurde er überarbeitet und als Abschlussbericht im November 2013 an den Auftraggeber versandt.

Die schriftlichen Stellungnahmen werden zeitgleich mit dem Abschlussbericht publiziert. Der Bericht wurde gemeinsam mit externen Sachverständigen erstellt. (eb)

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