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Aufs richtige Pferd gesetzt

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Während in Deutschland die Kritik am adjuvantierten H1N1-Impfstoff kein Ende nimmt, erkennt man in den USA langsam, dass man mit der alleinigen Bestellung adjuvanzien-freier Vakzinen offenbar aufs falsche Pferd gesetzt hat. Zwar muss man sich dort nicht mit der Frage der möglichen Nebenwirkungen durch Adjuvanzien herumschlagen, aber diese zusätzliche Sicherheitsmaßnahme hat die jetzt die weit unangenehmere Nebenwirkung, dass für die Bevölkerung nicht genug Impfstoff zur Verfügung steht.

Die Infektionszahlen in den USA steigen rapide - aber gerade einmal 40 Millionen der 120 Millionen Impfdosen, die für Ende Oktober bestellt wurden, können jetzt tatsächlich geliefert werden. Hätte man diesen Impfstoff mit Adjuvanzien versetzt, hätte er für etwa 160 Millionen Dosen gereicht - denn adjuvantierter Impfstoff benötigt etwa nur ein Viertel der Antigenmenge. Falls die US-Amerikaner noch einige Wochen auf den Impfstoff warten müssen, hat sie die zweite Grippewelle längst überrollt.

Wenn sich in Deutschland jetzt manche darüber ereifern, dass der adjuvantierte Impfstoff nach der Injektion vielleicht etwas mehr juckt als adjuvanz-freier - dann kann man nur sagen: Wenigstens haben wir ihn. Offenbar haben wir aufs richtige Pferd gesetzt.

Lesen Sie dazu auch: Vorerst bleibt der Ansturm auf die H1N1 Schweinegrippe -Impfung aus Schweinegrippe: Flickenteppich  bei  Lösungen für  die  Massenimpfung Schweinegrippe: Aufsteller weisen den Weg für Impfwillige

 

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