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Bei Kindern wird Depression noch zu selten erkannt

BERLIN (dpa). Depression bei Kindern und Jugendlichen werden nach Ansicht von Spezialisten noch zu selten erkannt. Das liegt auch daran, daß die Symptome bei Kindern so unterschiedlich sind und erst im Jugendalter denen von Erwachsenen ähneln.

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Darauf wies die Psychiaterin Dr. Meryam Schouler-Ocak vom "Berliner Bündnis gegen Depression" in Berlin hin. Etwa zwei Prozent der Kinder im Vor- und Grundschulalter erkranken nach Angaben des Bündnisses an einer Depression.

Bei Jugendlichen ab Pubertät steigt das Risiko auf neun bis 18 Prozent. Mögliche Symptome bei Jugendlichen könnten Aggressionen, sozialer Rückzug oder Leistungseinbruch sein.

Bei jüngeren Kindern sei es wichtig, auf das Eß-, Schlaf- und Spielverhalten zu achten, so Schouler-Ocak, die Oberärztin an der Charité ist.

Wenn Kinder einige Wochen lang anders sind als sonst und das von Lehrern oder Freunden bestätigt wird, sollte an Depression gedacht werden. Behandlung erster Wahl seien Psychotherapien. Mitunter seien auch Medikamente sinnvoll.

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