Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar – Kommentar

Beunruhigende Resultate

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Über die noch als unbedenklich geltende Alkoholdosis wird seit langem diskutiert. Da es kaum valide Daten dazu gibt, weichen auch die Empfehlungen zum gesundheitsverträglichen Trinken in einzelnen Ländern erheblich voneinander ab: von 40 g Alkohol am Tag in Italien bis zu 20 g für Männer und 12 g für Frauen in Deutschland.

Epidemiologische Studien können solche Fragen jedoch nicht beantworten. Das liegt zum einen an unglaubwürdigen Angaben der Teilnehmer, die – legt man den landesweit verkauften Alkohol zugrunde – in der Regel doppelt so viel trinken, wie sie zugeben

 Zum anderen lässt sich der Alkoholkonsum kaum von anderen Ernährungs- und Lebensstilfaktoren trennen. Der Weintrinker lebt vielleicht nicht deswegen gesünder, weil er Wein trinkt, sondern obwohl er Wein trinkt. Es wäre daher gut, man hätte wenigstens plausible biologische Daten zum Schaden oder Nutzen moderater Mengen.

Wenn nun eine Studie auf eine Hippocampus-Atrophie schon bei geringem Alkoholgenuss deutet, ist dies zumindest ein Warnzeichen. Die Studie kann zwar nicht belegen, dass geringe Mengen den Hippocampus schrumpfen lassen – dazu wäre mehr als eine Querschnittsuntersuchung nötig. Aber sie könnte Impulse liefern, in diese Richtung weiter zu forschen.

Lesen Sie dazu auch: Geschrumpfter Hippocampus: Ein Glas Wein am Abend schädlich fürs Gehirn?

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

DEGAM-Kongress

Wie viele KHK-Patienten rauchen?

Das könnte Sie auch interessieren
Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

© libre de droit | iStock

Update MS

Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

© Yozayo | iStock

Intrathekale Entzündung

Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Ein erreichbares Ziel bei MS?

© Merck KGaA

Therapiefreie Remission

Ein erreichbares Ziel bei MS?

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Ofatumumab-Konzentrationen in der Muttermilchh

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Aktive schubförmige Multiple Sklerose

Flexiblere Familienplanung durch kürzere Kontrazeptionszeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: MS-Krankheitsdynamik: Patientinnen und Patienten bewegen sich von frühen Stadien über Phasen fokaler Entzündung in fortgeschrittene, meist irreversible Stadien

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [4]

Multiple Sklerose heute

Praxisrelevante Daten im Fokus

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

AMD-Prävention

Altersabhängige Makuladegeneration: Leitlinie gibt Empfehlungen zum Screening

Meist Adenokarzinome

Tipps zur Früherkennung: Warnzeichen für Pankreaskrebs erkennen

Lesetipps
Eine Frau zieht einen Kompressionsstrumpf auf ihr rechtes Bein.

© Itana / Stock.adobe.com

Leitlinien-Update

Welcher Kompressionsstrumpf ist der richtige?