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Biological gleich zu Beginn erhöht Remissionsrate bei RA

BARCELONA (otc). "Wir sind bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis sehr ehrgeizig geworden", betonte Professor Gerd-Rüdiger Burmester aus Berlin. Das Ziel der Therapie sei heute Remission - gegebenenfalls sogar eine medikamentenfreie Remission.

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Dass dies inzwischen keine Utopie mehr ist, belegen Langzeitdaten der niederländischen vierarmigen BeSt-Studie (Behandlungs-Strategien), die der Rheumatologe von der Charité Berlin beim EULAR 2007 vorgestellt hat. Die Daten nach inzwischen vier Jahren sprechen für die frühe Kombinationstherapie mit dem TNFa-Blocker: 17 Prozent der Patienten, die initial Infliximab plus MTX erhielten, hatten alle Antirheumatika abgesetzt und blieben in klinischer Remission. Insgesamt konnten 51 Prozent der Patienten (61 von 120) die Infliximab-Therapie beenden, weil sie kontinuierlich einen DAS 44 von 2,4 und somit eine niedrige Krankheitsaktivität aufwiesen.

Ein Vergleich dieser Daten mit denen von 86 Patienten, die erst im Laufe der Studie auf Infliximab plus MTX umgestellt wurden, ergab deutliche Vorteile für die initiale Anwendung: Sie führte zu signifikant stärkerer Reduktion von Krankheitsaktivität und funktionellen Einschränkungen sowie zu mehr klinischen Remissionen.

In der Multicenterstudie werden verschiedene Therapiestrategien bei früher Rheumatoider Arthritis (RA) miteinander verglichen. Die Studie ist auf insgesamt fünf Jahre angelegt, randomisiert und einfach verblindet. 508 Patienten sind vier Behandlungsarmen zugeordnet worden, so Burmester bei einem Pressegespräch, zu dem essex pharma eingeladen hatte.

Die Patienten der ersten Behandlungsgruppe erhielten eine sequenzielle Monotherapie mit Basistherapeutika, die der zweiten Gruppe eine Step-up-Kombitherapie mit Basistherapeutika (DMARD). Patienten der dritten Gruppe wurden mit einer initialen Kombitherapie aus DMARD und Prednison behandelt, die der vierten Gruppe mit initialer Kombitherapie von Methotrexat (MTX) und Infliximab (Remicade®®).

Die Effektivität der vier Therapien wurde anhand der Krankheitsaktivität alle drei Monate überprüft. Ein DAS 44 unter 2,4 galt als Ansprechen, ein DAS 44 unter 1,6 als klinische Remission. Lag die Krankheitsaktivität bei über 2,4, wurde die Therapie entsprechend der nächsten Behandlungsstufe angepasst.



STICHWORT

DAS 44

Der DAS 44 (Disease Activity Score) ist ein Instrument zur Beurteilung der aktuellen Krankheitsaktivität bei Rheumatoider Arthritis (RA): Er gibt an, wie stark die Entzündungsprozesse sind. Der DAS 44 berücksichtigt die klinische Beurteilung von 44 Gelenken an Händen und Füßen, Laborparameter wie BSG oder CRP und das subjektive Befinden des Patienten. Die Skala reicht von 0 bis 10. Ein Wert von Null bedeutet "fehlende Krankheitsaktivität", ein Wert von 10 dagegen "höchste Krankheitsaktivität". Ein Wert unter 1,6 gilt als Remission. (otc)

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