Booster-Impfung gegen FSME alle drei Jahre

JENA (ug). Es ist allerhöchste Zeit, an die Impfung gegen FSME zu denken. Ganz wichtig sei, ältere Menschen zu impfen, daran erinnerte noch einmal Privatdozent Dr. Jochen Süss vom Nationalen Veterinärmedizinischen Referenzlabor für durch Zecken übertragene Krankheiten in Jena im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

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Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, deren Erreger bekanntlich von Zecken übertragen wird, breitet sich in Deutschland nach Norden aus. Die Zahl der als Risiko-Regionen eingestuften Städte und Landkreise hat sich, wie bereits berichtet, auf 90 erhöht.

Geimpft werden sollten Personen, die sich in FSME-Risikogebieten in der freien Natur aufhalten. Allerdings warten Zecken nicht nur im Wald und an Wiesenrändern auf einen Wirt, sondern auch etwa in Stadtparks und auf Friedhöfen.

Ältere Menschen, die gerne spazierengehen, wandern oder im Herbst etwa Pilze suchen, sollten unbedingt geimpft werden. Mit zunehmendem Lebensalter wachse die Gefahr, daß die Infektion schwer verläuft und daß Enzephalitiden auftreten, warnt Süss.

Er rät außerdem, bei älteren Menschen genau auf die Boosterabstände zu achten. Boosterimpfungen sind alle drei Jahre vorgeschrieben. "Denn mit höherem Alter können die Titer der neutralisierenden Antikörper nachlassen."

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