Lebensmittel

Bundesernährungsministerin geht Verschwendung an

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BERLIN. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) nimmt den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung auf. Elf Millionen Tonnen Lebensmittel würden jährlich in Deutschland weggeworfen – obwohl sie noch genießbar seien. Dadurch würden auch wertvolle Ressourcen wie Wasser, Boden oder Energie verschwendet, die zur Herstellung von Lebensmitteln nötig sind – für ein Kilo Käse seien dies 5000 Liter Wasser.

Am Mittwoch legt Klöckner im Bundeskabinett ihre Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung vor. Mit dieser wolle sie Konsumenten nicht nur für eine höhere Wertschätzung von Lebensmitteln, sondern auch für den ressourcenschonenden Umgang mit ihnen sensibilisieren. (maw)

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Thomas Georg Schätzler

Julia Klöckners “Quatsch-Comedy”-Club: Haltbarkeitsdaten von Essen-Wegwerf-Studien längst abgelaufen!

Pseudo-Studien mit „gestellten“ Fotos von angeblich noch gut genießbaren Essensabfällen sollen suggerieren, die Endverbraucher in Deutschland würden massenweise Lebensmittel wegwerfen.

Doch es sind eher die "all inclusive"-/"all-you-can-eat"-Buffets saturierter Politiker, Konferenz- und Ausschuss-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer bzw. Entscheidungsträger, wo haufenweise Essens-Reste weggeworfen und halbvolle Teller entsorgt werden müssen!

Das Gerücht, dass jeder deutsche Durchschnittshaushalt mehr als hundert Kilogramm Essen im Jahr wegwirft, ist empirisch durch keinerlei wissenschaftlich exakte Untersuchungen belegbar. Seine Haltbarkeit ist in jeder Hinsicht abgelaufen!

Zumal nicht mal zwischen "Essen" und "Lebensmitteln" unterschieden wird: Möhrengrün, Lauchwurzeln, Blumenkohlblätter, Kerngehäuse, Strünke, Chicorée-Herzen, holzige Gemüseanteile, von Schimmel befallene Lebensmittel (außer vielleicht Käse), Knochen, Karkassen, Gräten usw. sind nicht essbar bzw. große Fettanteile, nicht nur aus der Fritteuse, müssen verworfen werden.

Familien, die im Jahr über 100 kg Essen wegwerfen, sind eine Erfindung übersättigter, meist übergewichtiger Politikerinnen und Politikern: Nur bei ihren "all inclusive"-/"all-you-can-eat"-Buffets und in Kantinen, (Sterne-)Restaurants, Hotels, Gaststätten, Kneipen, bei Incentives, Koch-Shows, Kongr(E)essen und Konferenzen, Reise- und Sportveranstaltungen usw. werden insbesondere wegen der Hygiene-Vorschriften massenweise Speise-Reste weggeworfen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Bedauerlicherweise geschieht dies auch häufig auf ärztlichen Fortbildungs-Kongr(E)essen, Seminaren und Abendveranstaltungen


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