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Darmkrebsmonat März

Darmkrebspatienten verlieren im Schnitt mehr als zehn Lebensjahre

Mehr als 450.000 Lebensjahre sind im Jahr 2017 aufgrund von Darmkrebs verloren gegangen, geht aus der Sterbestatistik des Robert Koch-Instituts hervor.

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Ulm. Patienten, die im Jahr 2017 an den Folgen von Darmkrebs gestorben sind, haben im Durchschnitt 13,4 Lebensjahre verloren. Das geht aus der Sterbestatistik des Robert Koch-Instituts hervor. Insgesamt sind so mehr als 450.000 Lebensjahre aufgrund von Darmkrebs verloren gegangen. Dabei ist Darmkrebs bei rechtzeitiger Diagnose in den meisten Fällen heilbar und kann durch eine Vorsorge-Koloskopie in sehr vielen Fällen verhindert werden, erinnert der Bund niedergelassener Gastroenterologen (bng) aus Anlass des Darmkrebsmonats März.

Vom Verlust der Lebensjahre waren erkrankte Männer stärker betroffen als Frauen. Sie verloren im Schnitt 14,9 Lebensjahre, während Frauen im Schnitt 11,8 Lebensjahre einbüßten. In diesem Zusammenhang erinnert die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Dagmar Mainz, eindringlich daran, dass eine Vorsorge-Darmspiegelung eine Darmkrebs-Erkrankung in vielen Fällen verhindert. „In der Zeit der ersten Welle der COVID-19-Pandemie kam es zu einem massiven Einbruch der Untersuchungszahlen für die Darmspiegelung. Aus Angst vor Infektion wurden ca. 50 Prozent der diagnostischen Spiegelungen abgesagt, die Vorsorge-Darmspiegelung sogar zu 75 Prozent“, wird Mainz in der Mitteilung des bng zitiert. „Eine Hinauszögerung der Vorsorge würde dazu führen, dass viele Erkrankungen erst in einem fortgeschritteneren Stadium erkannt werden mit deutlich schlechteren Heilungschancen. Deshalb darf die Darmkrebsvorsorge auch in den Pandemiezeiten nicht aufgeschoben werden.“

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