Kommentar

Das schützt vor Demenz: Bildung

Von Michael Hubert Veröffentlicht:

Demenz kann vorgebeugt werden. An der Prophylaxe beteiligt sind zuvorderst Ärzte, aber auch Eltern, Lehrer, Bildungspolitiker - und die Menschen selbst.

Für Ärzte heißt Demenzprävention vor allem, den Blutdruck der Patienten richtig einzustellen. Denn ein systolischer Druck von 140 verdoppelt das Demenzrisiko innerhalb von 30 Jahren. Zweitens: Patienten mit Depressionen effektiv therapieren! Das senkt das Demenzrisiko um zehn Prozent.

Ebenso wichtig: Bildung. Ein hohes Maß an erworbener Intelligenz ist mit einem um fast ein Fünftel verringerten Demenzrisiko assoziiert. Demenzprävention beginnt so quasi im Elternhaus. Vermitteln Eltern ihren Kindern mehr als Sprechen, Lesen und Alltagsfähigkeiten, rüsten sie sie für die Zukunft und schützen sie so auch vor einer Demenz.

Zukunft und Bildung - darüber wird oft debattiert. Viel wird von Integration geredet, von persönlicher und gesellschaftlicher Zukunft. Doch bei den Bildungsausgaben dümpeln wir im Mittelfeld aller OECD-Staaten. Nötig sind mehr Investitionen in Bildung: für die Zukunft des Landes und der Menschen - und zur Demenzprävention!

Lesen Sie dazu auch: Gegen Demenz gibt's gleich mehrere Chancen

Mehr zum Thema

Weniger Demenz-Erkrankungen

Wie Freizeit zur Prävention werden kann

Das könnte Sie auch interessieren
Johanniskraut: Eine vorteilhafte Option bei einer Depression

© Tania Soares | EyeEm

Corona und Depression

Johanniskraut: Eine vorteilhafte Option bei einer Depression

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Johanniskraut kann mehr als bisher angenommen

© koto-feja, LordRunar | iStock

So wirkt Johanniskraut

Johanniskraut kann mehr als bisher angenommen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Faktencheck: Johanniskrautextrakt vs. Citalopram

© ChristianChan | iStock

Depressionen behandeln

Faktencheck: Johanniskrautextrakt vs. Citalopram

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Krankschreibungen wegen Corona haben zuletzt deutlich zugenommen, so eine aktuelle Analyse der BARMER.

© Goldmann/picture alliance

Pandemie

BARMER verzeichnet steilen Anstieg bei Corona-AU