Demenz-Risiko ist bei M. Parkinson sechsfach erhöht

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KIEL (koc). M. Parkinson ist oft mit neuropsychologischen und neuropsychiatrischen Komorbiditäten assoziiert, deren Prävalenz im Alter zunimmt. Einer im Jahr 2008 veröffentlichten Studie zufolge litten von 1300 Parkinson-Patienten im Alter zwischen 66 und 75 Jahren 38 Prozent an Demenz, 35 Prozent an Depression und 18 Prozent an Psychosen.

 Nur jeder dritte Patient hatte kein psychiatrisch relevantes Syndrom, so Professor Heinz Reichmann aus Dresden beim Parkinsonkongress in Kiel.

Andere Langzeitstudien bei Parkinson-Kranken bestätigen ein 6-fach erhöhtes Demenz-Risiko. Acht Jahre nach Diagnosestellung hat ein Viertel der Patienten eine Demenz entwickelt, nach zwölf Jahren die Hälfte, nach 16 Jahren weit über zwei Drittel.

 Dabei trete die Demenz unabhängig von der Erkrankungsdauer etwa im 70. Lebensjahr auf, so Reichmann. Auch eine im Jahr 2005 veröffentlichte Studie liefert Daten zu Komorbiditäten: Nach 15 Jahren lebte noch etwa ein Drittel der 149 Patienten. 50 Prozent hatten eine Demenz, ebenfalls 50 Prozent hatten Depressionen oder Halluzinationen.

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