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"Gesünder unter 7 PLUS"

Diabetes-Infos beim Shoppen

In einem Einkaufszentrum in Saarbrücken konnten sich Passanten einem Diabetes-Risikocheck to go unterziehen. Das Ziel der Initiative: Die Prävention fördern.

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Das Gespräch als Bild – gezeichnet vom Live-Zeichner Peter Ederer. Das komplette Bild in voller Auflösung weiter unten – als interaktive Graphik!

Das Gespräch als Bild – gezeichnet vom Live-Zeichner Peter Ederer. Das komplette Bild in voller Auflösung weiter unten – als interaktive Graphik!

© Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

SAARBRÜCKEN. Bauchumfang messen, Blutzucker analysieren, Blutdruck messen: Im 14. Jahr gibt die Aktion "Gesünder unter 7 PLUS" Bürgern die Möglichkeit, eine kostenlose Einschätzung über das individuelle Diabetes-Risiko einzuholen. Kürzlich hat die Initiative in der Saarbrücker Europa-Galerie Halt gemacht.

An drei Stationen führten jeweils zwei Helfer die Messungen durch – zuvor hatten die Testpersonen einen anonymisierten Fragebogen ausgefüllt. Bei bereits diagnostizierten Diabetikern ermittelten die Helfer zudem den HbA1c-Wert und die Blutfettwerte.

Mit der Aktion des Unternehmens Sanofi soll das Bewusstsein für Diabetes weiter geschärft und die Diabetesprävention vorangetrieben werden. Dies sei immer wichtiger, da 2040 wohl zehn Prozent der Weltbevölkerung an Diabetes erkrankt sein wird, so Andrea Klimke-Hübner vom Unternehmen bei einem Pressegespräch.

Langzeitblutzuckerwert nur ein Faktor

Namensgebend für die Aktion "Gesünder unter 7 PLUS" ist der HbA1c-Wert. Der Zielwertkorridor für Diabetiker sollte zwischen 6,5 und 7,5 Prozent liegen, empfiehlt die Deutsche Diabetes Gesellschaft. Dr. Stephan Kress, Leiter des Diabeteszentrums am Vinzentius-Krankenhaus Landau, plädierte dafür, den Langzeitblutzuckerwert nur als einen Baustein des Diabetesrisikos zu sehen.

Ärzte sollten auf das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten achten und auch Blutdruck, Blutfettspiegel und Bewegungsmangel in ihr Risikoprofil für Patienten einbeziehen. Kress setzt sich auch für eine individuelle Insulingabe ein, die sich abseits von Leitlinien bewegen könne.

Auch der Diabetologe Dr. Karsten Milek, Oberarzt an der Asklepios Klinik Weißenfels, vertritt eine stark individuelle Therapie: "Manchmal müssen wir die Therapie deeskalieren." So erlaube er manchmal seinen älteren Patienten einen erhöhten Zuckerwert, um eine Sturzgefahr zu verhindern, sagte er bei der Veranstaltung.

35 Minuten in einem Bild eingefangen

Live-Zeichner Peter Ederer setzte parallel zum Gespräch bildlich um, was gesagt wurde: Er zeichnete die komplexen Inhalte mit Symbolen und Schlagworten auf einem großen Bild nach.

Saarbrücken war bereits die 55. Station der Initiative; im April war die Aktion in Schwerin, so der Veranstalter. Insgesamt 1807 Menschen hätten dabei letztes Jahr ihr Diabetesrisiko überprüfen lassen. (ajo)

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