Direkt zum Inhaltsbereich

Docetaxel punktet bei Magen-Ca

Veröffentlicht:

BERLIN (awa). In der palliativen Therapie bei Patienten mit Magenkarzinom gilt eine Docetaxelbasierte Therapie als ein neuer Standard: Die Zugabe von Docetaxel zum bisherigen Standard Cisplatin plus 5-Fluorouracil verlängert die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung und das Gesamtüberleben bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Magenkarzinom.

Die aktuellen Leitlinien der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC) zu gastroösophagealen Karzinomen bezeichnen die Dreierkombination aus Docetaxel (Taxotere®), Cisplatin und 5-Fluorouracil (DCF) in der Erstlinientherapie als "ein neues Referenzregime".

Studie mit fast 500 Patienten als Basis für Empfehlung

Basis dieser Empfehlung sei die Phase-III-Studie TAX 325. In dieser Studie erhielten 457 Patienten mit fortgeschrittenem Magenkrebs DCF oder Cisplatin plus 5-Fluorouracil (CF) als Erstlinientherapie, wie Privatdozent Ralf-Dieter Hofheinz aus Mannheim beim Krebskongress berichtet hat.

Die Erkrankung der Patienten - sie waren im Median 55 Jahre alt - war bereits weit fortgeschritten: fast alle hatten Metastasen und eine messbare Erkrankung. Im Vergleich zu Patienten der CF-Gruppe betrug die Zeit bis zur Progression bei Patienten der DCF-Gruppe mit 5,6 Monate 1,9 Monate länger. Nach zwei Jahren lebten zudem 18,4 Prozent der Patienten (in der DCF-Gruppe 8,5 Prozent).

Wachstumsfaktor G-CSF mildert Hämatotoxizität

Die höhere Hämatotoxizität der Dreierkombination könne eine Primärprophylaxe mit dem Granulozyten-Kolonie-stimulierenden Faktor G-CSF verringern, so Hofheinz auf einer Veranstaltung von Sanofi-Aventis. Mit G-CSF sinke die Rate febriler Neutropenien auf 10 bis 13 Prozent und somit auf das Niveau der Zweierkombination.

Die Therapie mit DCF sei vereinbar mit dem Erhalt der Lebensqualität. Die Studie habe zudem gezeigt, dass im Vergleich zu CF die Lebensqualität und der Allgemeinzustand in der DCF-Gruppe signifikant besser war, berichtete Dr. Salah-Eddin Al-Batran aus Frankfurt / Main. Nach einem Jahr hatte sich in der DCF-Gruppe bei mehr als 30 Prozent der Patienten die Lebensqualität nicht verschlechtert im Vergleich zu etwa 17 Prozent in der CF-Gruppe.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Das könnte Sie auch interessieren
Logo Digiteneers - Vertidisan

© Digitineers

Digitineers

Bei Schwindel – Vertidisan®: Die Therapie-App

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Cardisio

© Doctolib

Doctolib

Mehr Service: KI-Assistenz rund um die Privatbehandlung

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Akute Belastung versus chronische Schäden

Marathonläufer sollten ihren Nierenstatus kennen

Lesetipps
Eine schwangere Frau hält sich die rechte Bauchseite und telefoniert.

© T Mdlungu/peopleimages.com / Stock.adobe.com

Kasuistik

Schwangere mit akutem Abdomen: Der Blinddarm war es diesmal nicht

Bluttest

© NiDerLander / stock.adobe.com

Demenz erkennen

Neuer Ansatz für eine Alzheimer-Diagnostik mittels Bluttests