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Enterotoxine von Staphylokokken verstärken Asthma

MÜNCHEN (wst). Läßt sich Asthma selbst mit regelrechter Anwendung von Kortikosteroiden nicht kontrollieren und verschlimmert sich dann die Symptomatik, kann eine chronische Infektion mit Enterotoxin-produzierendem Staphylococcus aureus die Ursache sein.

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Darauf hat Professor Claus Bachert aus Gent in Belgien beim Welt-Allergie-Kongreß in München aufmerksam gemacht. Enterotoxine können, wie gemeldet, als Superantigene fungieren und viele T-Zellen in der Mukosa aktivieren. Die Folge: massive Entzündungsreaktionen, die in den Atemwegen klinisch als therapeutisch schwer zu beherrschendes Asthma in Erscheinung treten.

Vor allem wenn ein schon länger bestehendes und bislang gut kontrollierbares Asthma plötzlich zunehmend therapieresistent wird oder wenn sich Asthma erstmals nach dem 40. bis 50. Lebensjahr manifestiert, kommt eine ursächliche Bedeutung von bakteriellen Enterotoxinen in Betracht. Bachert vermutet, daß an einem nicht unerheblichen Teil der jährlich immer noch etwa 2700 Asthmatoten in Deutschland bakterielle Superantigene maßgebliche Schuld tragen.

Wie der Belgier einräumte, sind etwa ein Drittel aller Menschen klinisch unauffällige chronische Träger von Staphylococcus aureus. Warum der Keim, der bei den meisten Trägern lebenslang ein vor allem im Nasenraum siedelnder harmloser Kommensale bleibt, bei einigen Menschen plötzlich zum Problem wird, ist weitgehend unbekannt.

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