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Kommentar

Gedämpfte Freude über Therapieerfolg

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Die vorläufigen Ergebnisse einer Zelltherapie bei zwei fast blinden Patienten mit bisher nicht heilbarerMakuladegenera tion ist beeindruckend.

Sie können vier Monate nach der Implantation von Zellen, die von humanen embryonalen Stammzellen abgeleitet wurden, deutlich mehr sehen als vor der Op. Man muss sich jedoch fragen, woher die Zellen für das Präparat stammen.

Ausgangspunkt ist eine Zell linie, die Wissenschaftler um den Stammzellforscher Dr. Robert Lanza von dem US-Unternehmen Advanced Cell Technology schon vor sechs Jahren erzeugt hatten (Nature 2006; 444: 481-485).

Sie belegten damals, dass sich solche Zelllinien gewinnen lassen, ohne Embryonen zu zerstören - einfach durch Entnahme einer einzigen Zelle zu einem bestimmten frühen Zeitpunkt während der Embryonalentwicklung, ganz so wie bei der Präimplantationsdiagnostik, die ja die Entwicklung des Embryos nicht beeinträchtigt.

Aber: Damals zerstörten die Forscher für ihren Beweis 16, nach künstlichen Befruchtungen übrig gebliebenen Em bryonen, die sich bereits bis zum 8- bis 10-Zellstadium entwickelt hatten.

Für jene, für die das nicht einfach nur Zellhaufen, sondern Menschen in frühem Entwicklungsstadium sind, dämpft das die Freude über den Therapieerfolg beträchtlich.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Zelltherapie bringt Augenlicht zurück

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