Nach neuen Corona-Fällen

Göring-Eckardt: Aufpassen, dass Corona-Situation nicht entgleitet

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Berlin. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die Bundesländer aufgerufen, ihre Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus immer wieder auf die Wirksamkeit hin zu überprüfen. „Viele von ihnen haben die Lockerungen vorangetrieben“, sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntag). „Sie müssen jetzt aufpassen, dass uns die Situation nicht entgleitet.“

Göring-Eckardt reagierte auf jüngst bekanntgewordene Infektionsfälle nach Gottesdienst- und Restaurantbesuchen. „Die Fälle zeigen: Wir müssen weiterhin wachsam sein“, sagte sie. „Entscheidend ist, dass überall die Hygienekonzepte sorgsam eingehalten werden und auch ausreichend Testkapazitäten vorhandenen sind. Die Länder sind in der Pflicht, immer wieder zu überprüfen, ob ihre Regeln geeignet sind, die Bürgerinnen und Bürger zu schützen oder angepasst werden müssen.“

Nach einem Gottesdienst in einer Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt am Main haben sich mehr als 40 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt, René Gottschalk, am Samstag mit. Nach einem Restaurantbesuch im niedersächsischen Moormerland sind mindestens zehn Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Landkreis geht davon aus, dass sich die Menschen in der Gaststätte angesteckt haben.

Göring-Eckardt warb erneut für ihren Vorschlag, „ein bundesweit einheitliches Kontrollsystem mit fünf Corona-Warnstufen und verbindlichen Testpflichten“ umzusetzen. „Es braucht einheitliche, verbindliche Regeln zur Kontrolle der Entwicklungen, um verlässlich über weitere Lockerungen oder Beschränkungen entscheiden zu können.“ Bund und Länder müssten dringend die Voraussetzungen schaffen, dass die Testkapazitäten in Risikogebieten umgehend hochgefahren werden können. (dpa)

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