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Grillsteaks lassen Darmpolypen gedeihen

Eine neue Studie untermauert, dass Fleischverzehr Krebs fördern kann. US-Forscher haben das jetzt bei rotem Fleisch und der Entstehung von Darmpolypen nachgewiesen. Entscheidend war allerdings die Zubereitungstemperatur.

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Steaks: Lecker aber kräftig gegrillt nicht unbedingt gesundheitsfördernd.

Steaks: Lecker aber kräftig gegrillt nicht unbedingt gesundheitsfördernd.

© LianeM / fotolia.com

NASHVILLE (BS). Bei Personen, die viel Fleisch essen, finden sich häufiger kolorektale Polypen. Besonders ungünstig ist der Verzehr von rotem Fleisch, das stark erhitzt, also gebraten oder gegrillt wurde.

Das hat die bisher größte Koloskopiestudie zu diesem Thema bestätigt (Cancer Prev Res 2011; 4: 1686).

An der Studie beteiligten sich 2543 Patienten mit Darmpolypen, davon 1881 mit Adenomen und 622 mit hyperplastischen Polypen (HPP), sowie 3764 Personen, bei denen kein Polyp entdeckt worden war.

Ungesunder Lebensstil

Patienten mit Polypen waren im Vergleich zu den Kontrollpatienten häufiger männlich und Raucher, tranken regelmäßiger Alkohol, hatten einen höheren BMI, bewegten sich weniger und nahmen seltener NSAR ein.

Alle Studienteilnehmer wurden detailliert zu ihrem Fleischkonsum befragt.

Ein erhöhtes Risiko für Polypen fand sich bei ausgeprägten Karnivoren mit Vorliebe für rotes oder verarbeitetes Fleisch (Schinken, Wurst).

Weißes Fleisch hatte keinen Effekt

Der Risikoanstieg bei rotem Fleisch konnte auf Fleischmahlzeiten aus der Pfanne oder vom Grill zurückgeführt werden.

Mit niedrigeren Temperaturen zubereitetes rotes Fleisch hatte dagegen keinen Effekt.

Alle Korrelationen zeigten sich gleichermaßen für Adenome wie für HPP. Reichlicher Verzehr von weißem Fleisch, sprich Huhn oder Fisch, war nicht mit einem höheren Risiko für Polypen assoziiert.

Amine treiben das Risiko hoch

Mit einer Software des US-Krebsinstituts wurde die mit dem Fleischverzehr verbundene Mutagenexposition abgeschätzt.

Demnach steigt das Risiko für Adenome und für HPP mit der Aufnahme von heterozyklischen Aminen und mit dem so genannten Mutagenitätsindex der Fleischmahlzeiten.

Die Studie ist damit ein weiterer Beleg dafür, dass Fleischverzehr bei der Entstehung kolorektaler Tumoren von Bedeutung ist.

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