Herzrhythmus-Störungen

Große Verdienste um Herz und Lunge

WIESBADEN (mut). Mit zwei Preisen wurden beim Internistenkongreß in Wiesbaden Ärzte für herausragende Leistungen geehrt: Der Preis für die beste Originalarbeit in der Zeitschrift "Medizinische Klinik" 2005 ging an Dr. Rolf A.F. Borchard aus Bochum. Und den "Springer CME-Award Der Internist" erhielt Professor Hubertus R.W. Wirtz aus Leipzig (wie berichtet).

Veröffentlicht: 25.04.2006, 08:00 Uhr

Borchard bekam den Preis der Zeitschrift "Medizinische Klinik" für eine Arbeit mit zwei neuen Substanzen gegen vagales Vorhofflimmern ("Medizinische Klinik" 100, 2005, 697).

"Die Therapie bei vagalem Vorhofflimmern ist von besonderer Brisanz, weil der wichtigste dagegen verwendete Wirkstoff, Amiodaron, ein sehr komplexes Nebenwirkungsprofil hat", sagte Professor Johannes Köbberling aus Wuppertal in seiner Laudatio.

Borchard hat die Wirkung der neuen Antiarrhythmika Ibutilide und des Amiodaron-Derivates mit der Bezeichnung KB130015 an isolierten atrialen Myozyten von Meerschweinchen untersucht. Der Kollege von der Uni Bochum prüfte, wie gut die beiden Substanzen den muskarinergen Kaliumionenstrom blockieren. Dieser Kaliumionenstrom ist entscheidend für die Entstehung des vagal induzierten Vorhofflimmerns.

Borchard fand heraus, daß beide Substanzen den Kaliumionenstrom gut blockieren konnten. KB130015 erwies sich dabei als der potentere und selektivere Hemmstoff. Im Gegensatz zu Ibutilide gab es damit keine akuten Effekte auf das Ventrikelmyokard. "Die Substanz KB130015 stellt daher den geeigneteren Kandidaten zur Therapie bei vagalem Vorhofflimmern dar", sagte Köbberling. Den mit 5000 Euro dotiere Preis erhält Borchard gemeinsam mit den Ko-Autoren der Publikation.

Der "Springer CME-Award der Internist" wurde für einen Fortbildungsbeitrag von Professor Hubertus Wirtz von der Universitätsklinik Leipzig vergeben. Mit dem Preis wird der beste Weiterbildungsbeitrag aus dem Jahr 2005 in der Springer-Zeitschrift "Der Internist" gewürdigt. Wirtz erhielt die Auszeichnung für seinen Beitrag "Chronische Bronchitis, COPD" (Der Internist 2, 2005, 175).

Den mit 3000 Euro dotierten Preis habe Wirtz aufgrund einer exzellenten Arbeit zu Fortbildung erhalten, so Professor Hans-Peter Schuster, Generalsekretär der DGIM, bei der Preisverleihung. Nicht nur die Erhebung neuer Daten, auch deren Vermittlung an niedergelassene Ärzte sei von großer Bedeutung. Letzteres sei Wirtz besonders gut gelungen, indem er Epidemiologie, Pathologie und Therapie bei chronischer Bronchitis und COPD kompakt beschrieben hat.

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Ein SARS-CoV-2-Impfstoff für die ganze Welt: Bisherige Studien mit mehreren Kandidaten haben bereits vielversprechende Immunitätsdaten geliefert.

COVID-19-Impfstoff

Wie gut kann eine Impfung vor SARS-CoV-2 schützen?

Bei der Differentialtherapie bei Psoriasis-Patienten sind typische Komorbiditäten wie Psoriasisarthritis und chronisch entzündliche Darmerkrankungen zu berücksichtigen, aber etwa auch metabolisches Syndrom und Depressionen.

Tipps für die Praxis

Warum es bei Psoriasis nicht nur um die Haut geht