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Rheuma

Hausärzte bei IV-Vertrag im Boot

Hausärzte, Rheumatologen und Techniker Kasse verständigen sich auf eine intensivierte Kooperation.

Veröffentlicht:

BERLIN. Der Deutsche Hausärzteverband, der Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh) und die TK stehen kurz davor, einen neuen IV-Vertrag abzuschließen.

Eckpunkte der Zusammenarbeit wurden am Freitag auf dem Rheumatologen-Kongress in Berlin vorgestellt. Zentrales Ziel ist, Patienten mit entzündlichen-rheumatischen Indikationen frühzeitig zu erreichen und ihnen eine strukturierte, evidenzbasierte Behandlung ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der sogenannten Transition - also der Überleitung der Patienten im Kindes- und Jugendalter vom Kinder- zum Erwachsenenrheumatologen.

Der Vertrag trägt den gleichen Namen wie die eigens dafür gegründete Gesellschaft "Versorgungslandschaft Rheuma" (VLR GmbH), die auch Vertragspartner der TK ist. Rheumatologen und Hausärzte sind daran zu gleichen beteiligt. "Wir wollen die neue Versorgungsform gemeinsam gestalten wollen", sagte Eberhard Mehl, Hauptgeschäftsführer des Hausärzteverbandes.

Unterzeichnung steht bevor

Drei Jahre lang sei, so Mehl, am Vertragswerk gearbeitet worden. In den nächsten zwei Wochen stehe die Unterzeichnung bevor. Die TK, so lobte Mehl, habe sich als "innovativer Partner" erwiesen.

Erst im vorigen Jahr hatte die TK einen Vertrag mit dem BDRh zur Arzneimittelsteuerung bei rheumatoider Arthritis abgeschlossen. Wie Thomas Ballast vom TK-Vorstand ausführte, sollen langfristig beide IV-Verträge miteinander verknüpft werden.

Der neue IV-Vertrag startet im Oktober zunächst in den Regionen Nordrhein und Bayern. Ein bundesweiter Rollout soll nach einer Pilotphase folgen.

Neben den Hausärzten, den Fachärzten für Innere Medizin und Rheumatologie sind darin auch Kinder und Jugendrheumatologen sowie Krankenhäuser eingebunden.

Der Vertrag bietet eine Vollversorgung der Rheuma-Patienten außerhalb der KV. Betroffene Patienten werden sich zunächst nur, so der BDRh-Vorsitzende Edmund Edelmann, über die Hausärzte in das Programm einschreiben können. (wer)

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