GBA

Höhere Anforderungen für Herz-Op

Krankenhäuser müssen bei Herzklappenoperationen über einen Katheter künftig höhere Mindeststandards erfüllen. Das hat der GBA beschlossen.

Veröffentlicht:

BERLIN. Krankenhäuser müssen bei Herzklappenoperationen über einen Katheter künftig höhere Mindeststandards erfüllen.

Von Fachärzten und Pflegepersonal werden bei solchen minimalinvasiven Eingriffen besondere Qualifikationen verlangt. Kliniken müssen dafür bestimmte Fachabteilungen vorhalten.

Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) in Berlin.

Kathetergestützte Aortenklappenimplantationen dürften - nach einer Übergangszeit - nur in Kliniken mit den beiden Fachabteilungen Kardiologie und Herzchirurgie durchgeführt werden.

Beim Clipverfahren an der Mitralklappe müsse die Klinik mindestens über eine der Fachabteilungen verfügen.

Diese risikoreichen minimalinvasiven Eingriffe werden vor allem bei älteren Menschen vorgenommen, die eigentlich inoperabel seien, erläuterte die Vorsitzende des GBA-Unterausschusses Qualitätssicherung, Dr. Regina Klakow-Franck.

Für sie stelle die Aortenklappenimplantation über Katheter (TAVI) inzwischen eine etablierte Behandlungsoption dar.

Bei Patienten mit niedrigem Operationsrisiko bleibe der konventionelle Aortenklappenersatz durch eine offene Operation "bis auf Weiteres die Methode der Wahl".

Diese Methode belaste zwar den Patienten stärker, bringt aber letztlich ein wesentlich besseres Ergebnis. Zum Beispiel sind die Herzklappen in der Regel völlig dicht.

Bei der minimalinvasiven Methode ist dies nur schwer zu erreichen. (dpa)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Herzinfarkt-Prävention

Diabetes: Grippeimpfung schützt das Herz!

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Wie eine Gynäkologin ihre Krebserkrankung in einem Comic verarbeitet

Herzinfarkt-Prävention

Diabetes: Grippeimpfung schützt das Herz!

Lesetipps
Maske

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Mutter mit MS: Kind gegen MMR impfen?

Ein Mann zieht an einem riesigen Virus.

© freshidea / stock.adobe.com

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein