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Homöopathika - gern genutzt bei Hautkrankheiten

Von Ursula Armstrong Veröffentlicht:

Die Haut gilt als Spiegel der Seele. Viele psychische, aber auch organische Krankheiten manifestieren sich auf der Haut. Und damit sind auch Hautprobleme eine Domäne der Homöopathie. Denn damit werden keine Symptome kuriert. Es wird versucht, die gestörte körperliche und psychische Balance eines kranken Menschen auszugleichen und die zu Grunde liegenden Störungen zu regulieren. In der Homöopathie wird auch bei Hautkrankheiten von innen nach außen behandelt.

  • Akne: Ein häufiges und lästiges Problem ist Akne. Hepar sulfuris D 4 etwa eignet sich vor allem bei Jugendlichen mit vielen eitrigen Pickeln im Gesicht und auf dem Rücken. Diese Patienten haben eine Neigung zu Eiterungen tief in der Haut. Die Pickel bilden eitrige Stippen und verursachen prickelnde Schmerzen. Die Beschwerden verschlimmern sich durch Kälte. Das Homöopathikum bringt eitrige Pusteln und Abszesse zum Reifen. Wird die Akne durch Hormonschwankungen verursacht, etwa durch Pubertät, Periode oder Wechseljahre, und sind die Patienten in einer wechselhaften, weinerlichen Stimmung, hilft Pulsatilla D 12 (Küchenschelle). Die Patienten - besonders häufig blonde Frauen - haben eine empfindliche Haut, Mitesser, Pusteln und Pickel. Typisch: Die Beschwerden verschlimmern sich durch fettes Essen, warme Zimmerluft und zur Zeit der Menstruation.
  • Herpes simplex: Bei Herpes-simplex-Infektionen können homöopathische Mittel die konventionelle Therapie unterstützen. Mezereum D 6 (Seidelbast) lindert bei wassergefüllten Bläschen mit feuerrotem Vorhof und Borkenbildung unerträglichen Juckreiz und bohrenden, scharfen Schmerz. Die Beschwerden verschlimmern sich durch kalte Luft, Wärme, Berührung und nachts. Rhus toxicodendron D 6 dagegen ist geeignet, wenn es sich um kleine rote Bläschen auf roter Haut handelt, die jucken und brennend schmerzen. Die Beschwerden werden schlimmer in Ruhe, bei Kälte und durch Nässe.
  • Hautwarzen: Besonders bei Warzen fragen viele Patienten nach Homöopathika. Die Mittel helfen nach Erfahrungen von Kollegen gut. Ein Hauptmittel bei Warzen ist Thuja. Thuja D 6 ist bei weichen, fleischigen Warzen geeignet, die am ganzen Körper verteilt sein können. Die Warzen sind oft gestielt oder bräunlich pigmentiert und können eine rissige Oberfläche haben oder nässen.
  • Urtikaria: Bei Urtikaria hilft zum Beispiel die Brennnessel (Urtica). Dieses Beispiel ist typisch für das Wirkprinzip der Homöopathie, das Simile-Prinzip: Die Symptome, die ein Arzneimittel bei Gesunden auslöst, sind die Symptome, gegen die es bei Kranken hilft. Kontakt mit Brennnesseln verursacht, wie jeder weiß, einen brennenden Hautausschlag. Nach dem Simile-Prinzip der Homöopathie wird das Mittel also bei Urtikaria, Brennen, Juckreiz, Quaddeln und allergischem Exanthem eingesetzt. Empfohlen wird die Potenz D 6. Ein anderes Mittel gegen Urtikaria ist das Gift der Honigbiene. Apis mellifica D 6 hilft bei hellroten, ödematösen Schwellungen von Haut und Bindehäuten mit brennenden und stechenden Schmerzen.
  • Neurodermitis und Psoriasis: Bei chronischen Erkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis können Homöopathika den Heilungsprozess bei Dermatitis beschleunigen und die konventionelle Therapie unterstützen. Das passende Mittel muss sorgfältig anhand der Leitsymptome ausgewählt werden.

Graphites D 12 etwa ist das Mittel der Wahl, wenn die Haut teils trocken ist, teils nässt, juckt, leicht blutet und aufspringt und ein klebriges Sekret absondert. Die Beschwerden werden stärker bei Wärme.

Alumina D 12 eignet sich bei äußerst trockener Haut, die leicht aufspringt. Betroffene spüren ein unerträgliches Jucken beim Warmwerden im Bett und kratzen sich oft blutig.

Petroleum rectificatum D 12 ist geeignet bei trockenem, rissigem, stark juckendem und schmerzhaftem Ausschlag. Die Patienten kratzen, bis es blutet, und spüren nach dem Kratzen ein Kältegefühl.

Thuja D 6 hilft bei Hautausschlägen, die heftig jucken und nur an bedeckten Körperstellen zu finden sind. Die Patienten haben eine Tendenz zu Asthma und Warzen. Die Haut ist generell gegen kalte Luft empfindlich.

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