Kommentar

Hürden beim Frakturschutz

Ingrid KreutzVon Ingrid Kreutz Veröffentlicht:

Die Datenlage ist überzeugend: Vitamin D schützt vor Stürzen und auch vor Frakturen - aber nur dann, wenn die Dosis stimmt! Daher werden in Leitlinien jetzt höher Vitamin-D-Dosen zur Supplementation empfohlen, so auch in der aktuellen DVO-Leitlinie zu Osteoporose. Darin heißt es: mindestens 30 Minuten täglich Sonnenlicht-Exposition von Armen und Gesicht zur Bildung von Vitamin D 3. Wenn geringer: Supplementierung mit 800 bis 2000 IE Vitamin D3 täglich oral. Noch konkreter ist jetzt das aktuelle Positionspapier der International Osteoporosis Foundation (IOF), zumindest für ältere Menschen über 60 Jahre.

Danach soll aufgrund der aktuellen Studienlage ein Serum-25OHD-Spiegel von 75 nmol/L (30 ng/ml) erzielt werden. Erreicht wird dies bei älteren Menschen meist durch die tägliche orale Einnahme von 800 bis 1000 IE Vitamin D. Bei Risikopersonen, etwa bei zu geringer Sonnenlicht-Exposition oder Adipösen können jedoch bis zu 2000 IE nötig sein. Klären soll man das durch Messung des Serum-25OHD-Spiegels, raten die IOF-Experten. Diese ist in Deutschland nur ein IGeL-Angebot. Angesichts des großen individuellen Nutzens einer guten Vitamin-D-Versorgung gibt es aber gute Gründe, Patienten diese Untersuchung ans Herz zu legen.

Lesen Sie dazu auch: Vitamin D oral für alle über 60 Jahre!

Mehr zum Thema

Rheumatoide Arthritis

„Umlernen“ bei sekundärer Osteoporose

Umstrittenes Phänomen

Wie real ist die MTX-Osteopathie bei Rheumapatienten?

Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Diabetes und Herzgesundheit: Die ADA und ACC empfehlen Diabetes-Patienten frühzeitig auf ihr Herzinsuffizienz-Risiko hin zu screenen.

© New Africa / stock.adobe.com

Diabetes und Herz

Diabetologen empfehlen Herzinsuffizienz-Screening

Blutdruckkontrolle zu Hause. Wie weit ist den bei Frauen so gemessenen systolischen Werten wirklich zu trauen?

© Nobilior / stock.adobe.com

Kanadische Studie

Die Crux mit dem Blutdruck von Frauen