Impfstoff gegen Meningokokken B noch nicht in Sicht

MÜNCHEN (wst). Gegen invasive Meningokokken-Infektionen kann in Deutschland wirksam geimpft werden. Allerdings gibt es konjugierte Kinder-Impfstoffe bisher nur gegen den zweithäufigsten Keim, den Serotyp C. Ein Impfstoff gegen den bei uns vorherrschenden Serotyp B lässt noch auf sich warten.

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Von den 561 gemeldeten invasiven Meningokokken-Erkrankungen wurden 2006 in Deutschland 27 Prozent durch Typ C und 67 Prozent durch Typ B verursacht. Ein Meningkokokken-B-Impfstoff ist aber auch in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Problematisch bei der Entwicklung sei, dass die bislang vorgesehenen Impfantigene Eiweißstrukturen im menschlichen Gehirn sehr ähnlich sind, sagte Dr. Ursula Lindlbauer-Eisenach von der Ständigen Impfkommission.

Es müsse daher geprüft werden, ob Autoimmunreaktionen bei einem solchen Impfstoff auszuschließen seien, sagte die Kinderärztin auf einer Pressekonferenz der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen e.V. Aufgrund der Ähnlichkeit mit körpereigenen Strukturen sei die Immunogenität der geprüften Impfantigene wohl auch zu schwach, sagte Dr. Johannes Elias vom Nationalen Referenzzentrum für Meningokokken in Würzburg bei der Veranstaltung.

Ein Ärzte-Merkblatt zu Meningokokken gibt es unter www.rki.de bei "Infektionskrankheiten A-Z"

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