Meningitis

Impfstoffe decken Serotypen bei Pneumokokken gut ab

AACHEN(hub). Invasive Erkrankungen durch Pneumokokken verlaufen häufig tödlich. Von den über 90 Serotypen der Erreger wird ein großer Teil durch die vorhandenen Impfstoffe abgedeckt. Das hat eine Studie des Nationalen Referenzzentrums für Streptokokken in Aachen (NRZ) bestätigt.

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Modell von Streptococcus pneumoniae.

Modell von Streptococcus pneumoniae.

© Foto: Novartis Behring

Seit 15 Jahren untersucht das NRZ anonymisierte Proben von Patienten mit invasiven Pneumokokken-Erkrankungen (IPD). In der aktuellen Studie wurden 3724 Proben analysiert. Es handelte sich um Blut oder per bronchoalveolärer Lavage gewonnene Proben. Das spannende Ergebnis ist die Abdeckung der gefundenen Serotypen mit den in den Impfstoffen enthaltenen. Zur Erinnerung: In Deutschland sind drei Impfstoffe zugelassen, darunter zwei Konjugat-Impfstoffe, nämlich das 7-valente Prevenar® und das 10-valente Synflorix®. Zu dem 13-valenten Konjugat-Impfstoff von Wyeth laufen Phase-III-Studien. Dritte zugelassene Vakzine ist der 23-valente Polysaccharid-Impfstoff Pneumovax 23®.

  • Proben von Kindern: Sieben Serotypen waren am häufigsten vertreten, darunter Serotyp 14 mit einem Anteil von 26 Prozent. Die Abdeckung mit den Serotypen im Impfstoff lag bei 62 Prozent (7-valent), 76 Prozent (10-valent), 85 Prozent (13-valent) und 87 Prozent (23-valent).
  • Proben von Erwachsenen: Es dominierten sechs Serotypen, häufigster war Serotyp 14 mit 17 Prozent. Die Abdeckung in Prozent betrug 47 (7-valent), 61 (10-valent), 76 (13-valent) und 89 Prozent (23-valent).

Und: Die Resistenzsituation gegen Penicillin G lag bei Pneumokokken-Meningitis im Mittel bei 6,4 Prozent. Die Quote war mit 13 Prozent im Nordosten am höchsten, mit knapp 2 Prozent im Süden am geringsten.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Besser suboptimal als gar nicht impfen

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