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Ist ein Körper sehr naß, funktionieren Defis nicht

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Neu-Isenburg (ug). Der plötzliche Herztod des 24jährigen Ungarn Miklos Feher, der für Benfica Lissabon spielte, hat heftige Diskussionen über die medizinische Ausstattung und das Können des Rettungspersonals in den portugiesischen Fußballstadien ausgelöst.

Immerhin richtet Portugal die diesjährige Fußball-Europameisterschaft aus. Wurde alles getan, um Fehers Leben zu retten, als er im Ligaspiel in Guimarães zusammengebrochen war? Ist ein Defibrillator eingesetzt worden?

Ein Defibrillator war zwar vorhanden, er sei aber wegen des starken Regens nicht einsetzbar gewesen, wehrte sich einer der Mediziner. "Damit hat er Recht", bestätigt Professor Peter Sefrin aus Würzburg, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte. Bei Nässe funktionieren Defibrillatoren nicht.

"Wenn es in Strömen regnet und wenn der Körper naß ist, dann sucht sich der Strom den Weg des geringsten Widerstandes. Und da Wasser leitfähig ist, wird der Strom nicht durch den Körper geleitet, sondern entsprechend dem Wasser auf der Oberfläche", erklärt Sefrin im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

"Der Stromstoß, den man abgibt, kommt gar nichts ans Herz, sondern geht von einer Elektrode zur anderen." In solchen Fälle bleibe nur, ohne Defi zu reanimieren. Und das ist in Portugal auch gemacht worden. Die portugiesischen Ärzte haben also offenbar richtig gehandelt.

Lesen Sie dazu auch: Bei Spitzensportlern ist plötzlicher Herztod selten

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