Kalzium und Vitamin D gut beim Sport

NEW YORK (ars). Die Einnahme von Vitamin D und Kalzium stärkt nicht nur die Knochen bei älteren Frauen. Auch jungen Frauen, die Sport treiben, nützt eine Supplementation: Damit ereigneten sich in einer Studiengruppe um ein Viertel weniger Stressfrakturen als bei Teilnehmerinnen ohne den Nahrungszusatz.

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Laufen durch raschelndes Herbstlaub stärkt die Knochen - aber nur wenn man es nicht übertreibt.

Laufen durch raschelndes Herbstlaub stärkt die Knochen - aber nur wenn man es nicht übertreibt.

© Foto: Wojciech Gajdawww.fotolia.de

In der US-Studie war es bei insgesamt etwa 300 Frauen während eines intensiven Trainings zu einer Stressfraktur gekommen. 130 stammten aus der Gruppe derer, die währenddessen Kalzium und Vitamin D genommen hatten, 170 gehörten zur Placebogruppe. Das bedeutet: Mit Supplementation war die Zahl der Stressfrakturen um 25 Prozent verringert. Dieses Ergebnis hat Dr. Sabrina Strickland aus New York bei einem Kongress der Orthopaedic Research Society vorgestellt.

An der US-Studie hatten mehr als 5200 Rekrutinnen der Navy teilgenommen. Die tägliche Dosis in der Verumgruppe betrug 2000 Milligramm Kalzium und 800 Internationale Einheiten Vitamin D.

Mehr als die Hälfte der Stressfrakturen kommt an gewichtstragenden Knochen wie Füßen oder Unterschenkel vor, wie Strickland erläuterte. Ursache sind zu lange, zu starke oder zu schnelle Belastung, wodurch die Muskeln ermüden und Stöße nicht mehr so gut auffangen können. Folglich kommt es zu einem winzigen Riss im Knochen.

Typische Situationen: Ein Anfänger hat sich zu ehrgeizige Ziele gesetzt, ein Sportler steigert sein Pensum, ein Tennisspieler wechselt von weichem Lehmboden auf einen harten Platz, ein Läufer trainiert mit abgetragenen Schuhen. Am häufigsten ereignen sich diese Verletzungen bei Tennis, Gymnastik, Laufen und Basketball. Frauen sind besonders anfällig, vor allem wenn gleichzeitig Essstörungen, Amenorrhoe oder Osteoporose vorliegen.

Treten Symptome auf - Schmerz und Schwellung - wird die Diagnose nach Aussage von Strickland gewöhnlich mit Röntgenaufnahmen gestellt. Zur Behandlung empfiehlt sie Ruhe oder Ausweichen auf eine Sportart, die keine Schmerzen bereitet. Sechs bis acht Wochen dauert es bis zur Heilung.

Vorbeugung von Stressfrakturen

Zur Vorbeugung rät die Orthopädin und Sportmedizinerin Dr. Sabrina Strickland:

  • neue Sportarten langsam anzugehen und die Intensität erst allmählich zu steigern: um etwa zehn Prozent pro Woche
  • beim Training zu wechseln, etwa den einen Tag zu joggen, den anderen Rad zu fahren
  • zusätzlich zu einem Ausdauertraining Kraftsport und Stretching zu machen
  • eine Ernährung reich an Vitamin D und Kalzium, zu jeder Mahlzeit mindestens 15 Gramm Eiweiß zum Aufbau von Muskeln und Knochen
  • bei Schmerzen oder Schwellungen sofort das Training für ein paar Tage einzustellen. Halten die Beschwerden dennoch an, sollte man den Arzt aufsuchen
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