Neuro-psychiatrische Krankheiten

Keine Sorge, wenn das Kind spät zu sprechen beginnt

PERTH (hub). Auch wenn es viele Entwicklungskalender suggerieren: Die kindliche Entwicklung läuft nicht nach einem Schema ab. Manche Kinder laufen früher, manche später, andere wiederum beginnen später zu sprechen. Eltern muss das nicht beunruhigen.

Veröffentlicht:
Lernt ein Kind erst verzögert sprechen, ist dies noch kein Indiz für Verhaltens- oder emotionale Probleme, so die australische Studie.

Lernt ein Kind erst verzögert sprechen, ist dies noch kein Indiz für Verhaltens- oder emotionale Probleme, so die australische Studie.

© elisabetta figus/Fotolia

Denn auch Kinder, die verzögert zu sprechen beginnen, haben später daraus keine Nachteile zu erwarten. Das hat eine Studie aus Australien ergeben (Pediatrics 2011; 126: e324).

Mit Hilfe einer Checkliste zum kindlichen Verhalten wurden 142 Spätsprecher mit 1245 Kontrollkindern verglichen - bis zum Alter von 17 Jahren.

Sprachverzögerung allein ist kein Risikofaktor für spätere Störungen

Zwar hatten die Spätsprecher mit zwei Jahren Probleme, Worte zu verstehen oder zu sagen, eben das steht für den Begriff Spätsprecher.

In späteren Jahren hatten diese Kinder aber weder Verhaltens- noch emotionale Probleme, wie andere Studien nahegelegt hatten. Auch die Auffassungs- und Ausdrucksgabe war ähnlich jener der Kontrollkinder.

Die Autoren folgern, dass eine Sprachverzögerung allein kein Risikofaktor für spätere Störungen sei.

Mehr zum Thema

Studie „Entspann dich, Deutschland!“

Stress sorgt zunehmend für Krankheitsrisiken

Anwenderbericht aus der Praxis

DiGA-Einsatz bei Stress: Saubere Diagnose ist wichtig

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Auch in Deutschland sollen bald Corona-Impfungen der 5- bis 11-Jährigen möglich sein.

© SvenSimon / Frank Hoermann / picture alliance

Corona-Impfungen bei Unter-12-Jährigen

BVKJ-Chef Fischbach: „Kinder sollen jetzt den Blutzoll zahlen“

Corona-Impfung in einer kommunal organisierten Impfstelle im thüringischen Jena. Die Ärztekammer in Thüringen dringt auf eine generelle Impfpflicht, auch die BÄK hält dies angesichts der aktuellen Lage für geboten.

© Martin Schutt / dpa

BÄK-Brief an Merkel und Scholz

Ärzte drängen auf allgemeine Corona-Impfpflicht

Das RKI-Merkblatt zur Corona-Schutzimpfung ist eine gute Hilfe bei der Patientenaufklärung. Ein Gespräch kann es aber nicht ersetzen.

© Sascha Steinach / ZB / picture alliance

Haftungsrisiken ausschließen

Booster-Impfung: So klären Ärzte sorgfältig auf