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Keine guten Signale aus Großbritannien

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Großbritannien entwickelt sich offenbar zum Land der unbegrenzten Möglichkeiten - zumindest für Wissenschaftler, die sich der Embryonen- und Stammzellforschung verschrieben haben. Das lässt die Abstimmung im Unterhaus befürchten.

Klare Unterlegene der Abstimmung sind etwa die Gegner einer Forschung, bei der Stammzellen aus Hybrid-Embryonen auf der Grundlage von tierischen und menschlichen Zellen gewonnen werden. Und unterlegen sind auch jene, die nicht wollen, dass der Hauptgrund für die künstliche Zeugung eines Kindes nicht das Kind selbst ist, sondern mögliche Heilungschancen seines erkrankten Geschwisters mithilfe des nun verfügbaren gesunden Gewebes.

Das ist keine gute Entwicklung. Denn die Risiken beim Vermischen von tierischem und menschlichem Erbgut für die Embryonalentwicklung sind viel größer als der Nutzen für die Stammzellforschung. Zudem ist dieses Vermischen über Artgrenzen hinweg unnatürlich.

Schließlich ist die Möglichkeit zur Selektion von in vitro gezeugten Embryonen nach Gewebe-Merkmalen der Anfang einer Ausweitung der Selektionskriterien vor der Implantation. Welch eine Vorstellung für einen Menschen, nur deshalb auf der Welt zu sein, damit sein Bruder gesund wird, nicht aber um seiner selbst willen!

Noch ist das alles in Großbritannien nicht Gesetz. Aber die Zeichen stehen dort auf eine weitere Aufweichung des Embryonenschutzes. Keine guten Zeichen!

Lesen Sie dazu auch: Briten für freizügigere Embryoforschung Forschung mit Hybriden bleibt verboten

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