Ess-Störungen

Kürzere Skier für magere Sportler

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Durch Abmagern versuchen sich einige Skispringer einen Vorteil zu verschaffen.

Durch Abmagern versuchen sich einige Skispringer einen Vorteil zu verschaffen.

© Foto: Markus Dollingerwww.fotolia.de

BOCHUM (hub). Hungern für den Erfolg - im Leistungssport ist das keine Seltenheit. Bricht jedoch die Leistung aufgrund der Gewichtsreduktion ein, ist medizinische Hilfe nötig. Bei jungen Frauen deutet auch eine Amenorrhoe auf die Sportanorexie.

Medienberichte etwa über den Skispringer Sven Hannawald machen das Thema Essstörungen im Sport immer wieder bewusst. Der Skisprung-Verband hat daraus inzwischen Konsequenzen gezogen: "Der Verband hat als erster sein Reglement verändert, um die Sportler zu schützen", sagte Professor Petra Platen, Sportmedizinerin an der Ruhr-Uni Bochum, zur "Ärzte Zeitung". Seit etwa zwei Jahren wird unterhalb eines BMI von 18,5 die Skilänge verkürzt. Der sportliche Vorteil durch das geringe Körpergewicht ist also dahin.

Stagniere die sportliche Leistung oder nehme sie ab, sei das ein möglicher Hinweis auf eine Anorexia athletica. "Gerade junge Frauen sind gut in der Lage, das Problem zu kaschieren", so Platen. Verschwinden sie regelmäßig nach dem Essen, könne das ein Warnhinweis sein und darauf deuten, dass die Frauen absichtlich auf der Toilette erbrechen. Klassisches Symptom bei Frauen ist das Ausbleiben der Monatsblutung. "Das ist ein Zeichen für ein Energiedefizit", erinnert Platen.

Wie die Situation im Breitensport aussieht, sei unklar, Studien gebe es keine. "Aber Sport ist eine Option, sein Gewicht zu reduzieren", so Platen. "Ich kann mir vorstellen, dass es auch im Breitensport ein Anorexie-Problem gibt."

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Kaum Wachstum, späte Pubertät - bei Anorexia athletica bleibt die Gesundheit auf der Strecke

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