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Mehr Remissionen mit Infliximab-Kombitherapie

Patienten, die unzureichend auf Kortikoide ansprechen, profitieren von einem Infliximab-basierten Therapieregime. Mehr Patienten erreichen so eine Steroid-freie Remission.

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Stark ausgeprägte Colitis ulcerosa im Colon descendens.

Stark ausgeprägte Colitis ulcerosa im Colon descendens.

© Albertinen-Khs. Hamburg, www.endoskopiebilder.de

DUBLIN (eb). Patienten mit Colitis ulcerosa (CU), die unzureichend auf Kortikoide ansprechen, kommen mit größerer Wahrscheinlichkeit in Steroid-freie Remission, wenn sie eine Kombitherapie aus Infliximab plus Azathioprin (AZA) erhalten als bei einer Monotherapie mit einem dieser beiden Wirkstoffe. Darauf weisen neue Studienergebnisse hin. Nach Daten der Studie UC SUCCESS*, die auf dem Kongress der Europäischen Crohn- und Colitis-Organisation in Dublin vorgestellt wurde, spricht im Vergleich zur AZA-Monotherapie auch ein größerer Anteil der mit einem auf Infliximab (Remicade®)-basierten Regime Behandelten klinisch auf die Therapie an und erfährt eine Mukosaheilung, wie Essex Pharma mitteilt. In der Studie wurden 239 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa behandelt, die auf eine Kortikoid-Therapie nicht ausreichend ansprachen. Therapiert wurde mit AZA 2,5 mg/kg plus Placebo, Infliximab 5 mg/kg plus Placebo oder mit Infliximab 5 mg/kg plus AZA 2,5  mg/kg. Bei Patienten in der AZA- Monotherapie-Gruppe, bei denen in Woche 8 kein Ansprechen zu erkennen war, war eine Umstellung auf Infliximab 5 mg/kg in den Wochen 8, 10 und 14 möglich.

Der primäre Studienendpunkt, eine Steroid-freie Remission in Woche 16, sei bei 40 Prozent der Patienten mit Infliximab/AZA-Kombi erreicht worden, aber nur bei 24 sowie 22 Prozent der Patienten, die ausschließlich mit Azathioprin oder Infliximab behandelt wurden, so das Unternehmen. Die Unterschiede zwischen Kombi- und der jeweiligen Monotherapie waren statistisch signifikant; die beiden Monotherapien unterschieden sich nicht signifikant voneinander.

Ein klinisches Ansprechen in Woche 16 als sekundärer Endpunkt wurde mit der Kombi bei 77 Prozent der Patienten dokumentiert, bei 69 Prozent derjenigen mit Infliximab-Monotherapie und bei 50 Prozent derjenigen mit AZA-Monotherapie. Bei 63 Prozent der Studienteilnehmer mit der Arzneimittel-Kombi sowie bei 55 und 37 Prozent der Patienten mit Infliximab- oder AZA-Monotherapie kam es zu einer Mukosaheilung.

"Diese Daten belegen, dass die Einbeziehung von Infliximab in das Behandlungsschema die klinischen Ergebnisse bei Patienten verbessert, die an mittelschwerer bis schwerer CU leiden und nicht mehr auf Glukokortikoide ansprechen", wird der leitende Prüfarzt Professor Remo Panaccione von der kandadischen Universität von Calgary in Alberta zitiert.

In Hinsicht auf die Mukosaheilungsraten weise Prüfarzt Professor Paul Rutgeerts von der Universität Leuven in Belgien darauf hin, dass die Mukosaheilung in früheren Studien mit einer Reduktion der Kolektomierate bei Colitis ulcerosa in Verbindung gebracht wurde, außerdem mit einer Reduktion der Klinikaufenthalte und der chirurgischen Eingriffe bei Morbus Crohn. "Sie hat sich als ein prädiktiver Faktor für eine langfristige Remission erwiesen", wird Rutgeerts zitiert.*Schering Ulcerative Colitis Comparative Efficacy & Safety Study

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