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Kommentar

Meilensteine und Stolpersteine

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Unglaublich, aber wahr: Da setzen sich zwei bis drei Dutzend Organisationen zusammen und diskutieren vier Jahre über die bestmögliche Versorgung von Depressions- und Demenzpatienten, und heraus kommen nicht nur heiße Luft und Absichtserklärungen, sondern zum Teil ganz konkrete evidenzbasierte Empfehlungen. Die neuen S3-Leitlinien sind daher tatsächlich Meilensteine. Wenn alle an der medizinischen Versorgung Beteiligten ernsthaft wollen, können sie an einem Strang ziehen - und ein Gegengewicht zu den weder von Konsens noch von Transparenz geprägten Aussagen des IQWiG bilden.

So orientierte man sich bei der Demenztherapie am wissenschaftlichen Standard, der Cholinesterase-Hemmer und Memantine einbezieht, und nicht an den Positionen des Kölner Instituts. Auf dem DGPPN munkelten Experten bereits, dass das IQWiG seine umstrittene Positionen zur Demenztherapie nicht wird halten können. Die neue S3-Leitlinie könnte dabei mit zu einem Stolperstein werden.

Lesen Sie dazu auch: Neu: S3-Leitlinien zu Depression und Demenz Klare Worte zu Depressionen IQWiG hat Abschlussbericht zu drei Antidepressiva vorgelegt

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