Mythos gestreßter Manager

GAINESVILLE (ddp.vwd). Menschen mit geringem sozialen Status haben offenbar einen höheren Gehalt von Streßhormonen im Körper als leitende Angestellte oder Manager.

Veröffentlicht:

Das haben Kollegen aus den USA in Tests mit 200 Freiwilligen gezeigt. Die gestreßten, ständig unter Strom stehenden Manager seien nur ein Klischee, so die Forscher von der Universität in Pittsburgh ("Psychosomatic Medicine" 68, 2006, 3).

Die Wissenschaftler sammelten innerhalb von 24 Stunden zwei Urinproben und bestimmten den Anteil der Streßhormone Adrenalin und Noradrenalin. Zudem bestimmten sie anhand von Speichelproben die Konzentration des Streßhormons Kortisol. Die Daten korrelierten sie mit dem Jahreseinkommen, dem Lebenswandel, Rauchverhalten und dem sozialen Netzwerk der Probanden.

Die Auswertung ergab ein klares Bild: Bei Personen mit höherem Einkommen und damit höherem sozioökonomischen Status lag der Hormonspiegel deutlich niedriger als bei den schlechter verdienenden.

Risikofaktoren für einen hohen Spiegel an Streßhormonen waren auch Rauchen, eine unregelmäßige Ernährung und ein schwaches soziales Netzwerk.

Mehr zum Thema
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Ein Krankenpfleger schiebt ein Krankenbett durch eine Station. Das Bundesgesundheitsministerium hat Pläne für Ermittlung und Festlegung des Pflegepersonalbedarfs in einem Krankenhaus vorgestellt.

© Daniel Bockwoldt / picture alliance / dpa

Update

Neuer Gesetzentwurf

Personalschlüssel für Klinik-Pflege soll ab 2024 gelten