Nanopartikel mit Stickoxid könnten Salbentherapie bei ED ermöglichen

Künftig könnten Arzneien gegen ED transdermal mit Hilfe von Nanopartikeln direkt auf den Penis appliziert werden. In einer "proof-of-concept-Studie" hat sich der Therapieansatz bei Ratten als wirksam erwiesen. Für die lokale Applikation scheint Stickoxid (NO) noch besser geeignet zu sein als PDE-5-Hemmer.

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Für ein erfülltes Sexualleben werden jetzt auch Salben mit Nanopartikeln gegen erektile Dysfunktion getestet.

Für ein erfülltes Sexualleben werden jetzt auch Salben mit Nanopartikeln gegen erektile Dysfunktion getestet.

© Foto: Y.Arcurswww.fotolia.de

Am Albert Einstein College of Medicine in New York wurden Nanopartikel auf Silikonbasis entwickelt, die den transdermalen Transport von Substanzen in den Penis erleichtern, berichtete Dr. Kelvin P. Davies bei einer Pressekonferenz während der AUA-Jahrestagung in Chicago. Die Vorteile im Vergleich zur oralen Therapie: die Anwendung geringerer Dosen und das Vermeiden systemischer Nebenwirkungen. Im Tierversuch wurden bisher Nanopartikel mit NO, mit PDE-5-Hemmern und dem Protein Sialorphin eingesetzt.

Am aussichtsreichsten scheint die lokale Applikation von NO zu sein, sagte Davies. Bei fünf von sieben Ratten wurden bereits kurz nach Auftragen des Hydrogels spontane sichtbare Erektionen erzeugt, die rund zwei Minuten andauerten. Bei Sialorphin dauerte es bis zum Eintreten der Wirkung rund neun Minuten. Erfolgreich war im Tierversuch auch die lokale Applikation von Tadalafil über Nanopartikel, wie Messungen der Erektionsfähigkeit eine Stunde nach Anwendung ergaben.

Die lokale NO-Applikation könnte einmal zu einer Alternative für Männer werden, die auf PDE-5-Hemmer nicht ansprechen, sagte Davies. Bis zu klinischen Studien sei es allerdings noch ein weiter Weg. (rf)

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