Direkt zum Inhaltsbereich

E-Dampf

Nebulös bis wolkig

Marco MrusekVon Marco Mrusek Veröffentlicht:

Zum Thema Gesundheitsverträglichkeit von E-Zigaretten ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Bisher ging man davon aus, dass Raucher, die auf Dampfen umsteigen, ihrer Gesundheit einen Gefallen tun.

Doch ganz so einfach ist es nicht, schränkt eine neue Studie aus Los Angeles ein: Symptome einer chronischen Bronchitis sind unter Dampfern verbreiteter als unter Nichtdampfern.

Und nun? Dampfen ja, dampfen nein? In dieser Frage ist auch die aktuelle Studie nur ein Puzzleteil von vielen. Weitere Forschung ist somit vonnöten, schließen denn auch die Wissenschaftler aus Los Angeles.

Was bleibt, ist die dünne Evidenz und die methodischen Schwächen einiger Studien zu dem Thema. So haben die US-Forscher eine signifikante Assoziation zwischen Bronchitis-Symptomen und Dampfen nur für frühere Dampfer, nicht aber für gegenwärtige hergestellt.

Ebenfalls aktuell nicht haltbar: Die Gateway-Hypothese, nach der E-Zigaretten Jugendliche zuerst zum Dampfen und dann zum Rauchen animieren. Empirisch nicht zu belegen, kommentiert auch das Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung.

Das letzte Wort zum Thema Dampfen würden wohl nur klinische Studien bringen. Doch diese wird es – schon aus ethischen Gründen – nicht geben.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Individueller Phänotyp

Therapie-Feintuning bei systemischer Sklerose

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Abb. 2: TriMaximize-Studie: Verbesserung der Lebensqualität nach Umstellung auf extrafeine Dreifachfixkombination

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [8]

Mittelgradiges bis schweres Asthma bronchiale

Bessere Kontrolle und Lebensqualität unter inhalativer Triple-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Chiesi GmbH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann

Wohlbefinden stärken

Wie sich psychische Erkrankungen im Praxisteam vorbeugen lassen

Virushepatitis im Urlaub

Hepatitis auf Reisen: Wie schützen und wen?

Lesetipps
Frau mit Restless-Legs-Syndrom liegt im Bett und wackelt mit den Beinen.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose

Einzelne Bilder von Lebensmitteln die reich an Histamin sind.

© PhotoSG / stock.adobe.com

Mythos mit Nebenwirkungen

Verdacht auf Histaminintoleranz: Wie Sie jetzt vorgehen