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Gynäkologie

Neue S2k-Leitlinie zu Präeklampsie

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MANNHEIM. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) hat gemeinsam mit den österreichischen und schweizerischen Fachgesellschaften die bestehende Leitlinie zur Diagnostik und Therapie hypertensiver Schwangerschaftserkrankungen überarbeitet und auf den nächsten Evidenzgrad angehoben.

Integriert wurde eine neue Definition der Präeklampsie, die erstmals auch den Biomarker sFlt-1/PlGF-Quotient berücksichtigt, teilt dazu das Unternehmen Roche Diagnostics mit. sFlt-1 steht für „soluble fms-like tyrosine kinase-1“, PlGF für „placental growth factor“.

Hypertensive Erkrankungen verursachten in Europa 20–25 Prozent der perinatalen Todesfälle, erinnert der Hersteller. Bislang fehle eine kausale Therapie, daher liege der Fokus auf Früherkennung und Risikostratifizierung sowie der Optimierung der klinischen Betreuung und Entbindung.

Einige Studien der letzten Jahre hätten vielversprechende Erkenntnisse für das optimierte Management von Risikoschwangerschaften aufgezeigt. Die Resultate der Studie PROGNOSIS bestätigten, dass ein SFlt-1/PlGF-Quotient unter 38 bei Schwangeren mit Verdacht auf eine Präeklampsie die Erkrankung für die nächsten vier Wochen mit hoher Sicherheit ausschließen kann.

Die neue Definition der Präeklampsie berücksichtigt neben einer Hypertonie in der zweiten Schwangerschaftshälfte neu auftretende Organmanifestationen, welche keiner anderen Ursache zugeordnet werden können, wie der Hersteller mitteilt. Dazu gehört zum Beispiel auch ein erhöhter sFlt-1/PlGF-Quotient für die Plazenta.

Das Vorliegen einer Proteinurie sei nicht mehr zwingend. Bei Frauen mit einem hohen Präeklampsierisiko werde der Einsatz von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) für die Sekundärprophylaxe empfohlen.

Die Elecsys Präeklampsie-Tests messen die beiden Proteine sFlt-1 (soluble fms-like tyrosine kinase-1, lösliche fms-ähnliche Tyrosinkinase-1) und PlGF (placental growth factor, plazentarer Wachstumsfaktor) im Blut der Mutter. Je nach Testergebnis, das als Quotient der zwei Proteine angegeben wird, könnten Ärzte die Entwicklung der Erkrankung kurzfristig zuverlässig ausschließen oder vorhersagen und sich somit auf die vorsorgliche Behandlung von Frauen mit hohem Risiko für eine Präeklampsie konzentrieren, so der Hersteller in seiner Mitteilung. (eb)

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-018.html

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