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Nierenkrebs

Op mit Nierenerhalt vorteilhaft

Das Nierenzell-Ca tritt gehäuft im 5. und 6. Lebensjahrzehnt auf. Bei der Tumor-Op wird heute ein Organerhalt angestrebt.

Veröffentlicht:

DRESDEN. Mit etwa 16.500 jährlichen Neuerkrankungen in Deutschland ist das Nierenzellkarzinom die dritthäufigste urologische Krebsart - Tendenz steigend. Etwa 9 pro 100.000 Einwohner erkranken, Männer dreimal öfter als Frauen.

Nierenkrebs werde heute meist zufällig per Ultraschall entdeckt. In einer Mitteilung weist die Deutsche Gesellschaft für Urologie darauf hin, dass Symptome wie Schmerzen oder Blut im Urin häufig erst im fortgeschrittenen Stadium auftreten, eine "gesetzliche" Früherkennung fehle.

Risikofaktoren seien Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Alkohol- und Schmerzmittel, selten bestehe eine genetische Vorbelastung.

Auch Abwarten kann sinnvoll sein

Die einzige Möglichkeit der Heilung sei eine Op, da Bestrahlung oder Chemotherapie beim Nierenkarzinom nicht greifen. Allerdings könne es bei Patienten über 75 Jahre mit kleinen Tumoren sinnvoll sein abzuwarten.

Nach Langzeitstudien sind die Tumorheilungsraten bei organerhaltender Tumorentfernung genauso gut sind wie bei kompletter Nierenentfernung. Hinweisen zufolge gibt es nach nierenerhaltender Op aufgrund der besseren verbleibenden Nierenleistung einen Überlebensvorteil.

Nach Verlust der Nierenfunktion ist die Transplantation eine Option. 2012 wurden 2586 Nieren in Deutschland transplantiert, 766 von lebenden, 1820 von verstorbenen Spendern.

Mit dem Organspendeskandal jedoch ging die Zahl der Organspenden bei hirntoten Spendern in Deutschland stark zurück, die Zahl der Lebendnierenspenden geringfügig: von 795 in 2011 auf 766 in 2012.

Die Lebenserwartung der Lebendnierenspender werde nicht beeinträchtigt, wird in der Mitteilung betont. (eb)

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