Grundlagenforschung

Orthopäde und Immunologe erhalten Preis

Die Boehringer Stiftung zeichnet Arbeiten zu Implantaten und Abwehrzellen aus.

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MAINZ. Grundlagenforschung zur Verbesserung von orthopädischen Implantaten und dem Verständnis des Immunsystems sind jetzt von der Boehringer-Ingelheim-Stiftung ausgezeichnet worden. Der Unfallchirurg und Orthopäde Dr. Andreas Baranowski und der Immunologe Dr. Georg Gasteiger, beide von der Universitätsmedizin Mainz, erhielten den seit 1969 jährlich verliehenen und mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Boehringer-Ingelheim-Preis zu gleichen Teilen. Die Stiftung würdige damit Grundlagenforschung, auf die sie seit jeher einen besonderen Fokus lege, erklärte Dr. Thor Voigt, Medizinischer Direktor von Boehringer Ingelheim in Deutschland, bei der Preisverleihung in Mainz.

Baranowski wird für seine Arbeit zur besseren Verankerung von orthopädischen Implantaten im Knochen geehrt. Er fand heraus, dass eine Beschichtung mit dem Eiweiß "Bone Sialoprotein" spezifische Gene aktiviert und daraus ein langfristig stabilerer Sitz resultiert. Pro Jahr lockern sich in Deutschland rund 35.000 Implantate, die ausgewechselt werden müssen.

Gasteiger hat belegt, dass eine erst kürzlich entdeckte Gruppe von Zellen des Immunsystems, Innate Lymphoid Cells (ILC) genannt, an ihre jeweiligen Gewebe angepasste, lokale Abwehrzellen sind, die sich an strategischen Stellen im Körper ansiedeln und vor Ort vermehren. Weil diese aber auch Entzündungen verursachen und bei der Entstehung von Allergien sowie möglicherweise Tumoren von Bedeutung sein können, sei Gasteigers Arbeit ein wichtiger Schritt, die Funktionsweise der Immunabwehr zu verstehen, so die Stiftung. (mmr)

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