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Allergien

Pollenallergie häufiger bei Angstpatienten

Patienten mit Angststörungen haben wohl häufiger saisonale Pollenallergien, Menschen mit Depressionen dagegen häufiger ganzjährige Allergien.

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Heuschnupfen plagen viele Menschen. Eine Studie zufolge sind Menschen mit Angststörung häufiger betroffen.

Heuschnupfen plagen viele Menschen. Eine Studie zufolge sind Menschen mit Angststörung häufiger betroffen.

© Albertsen Foto / stock.adobe.com

MÜNCHEN. Saisonale Allergien gegen Gräser oder Baumpollen treten bei Menschen mit Angststörungen häufiger auf, während Patienten mit Depressionen vermehrt unter ganzjährigen Allergien wie Tierhaar-Allergien leiden. Das berichtet ein Team der TU München (TUM) (Int Arch Allergy Immunol 2019; online 24. April).

Nahrungsmittel- oder Medikamentenallergien dagegen werden den Ergebnissen zufolge von diesen beiden psychosozialen Erkrankungen nicht beeinflusst.

1700 Menschen befragt

Das Team um Katharina Harter befragte über 1700 Personen aus dem Raum Augsburg zu Allergien, berichtet die TUM.

Dabei wurde zwischen ganzjährig und saisonal auftretenden Allergien unterschieden sowie anderen Allergien wie Nahrungsmittelallergien. Zudem gaben die Teilnehmer Auskunft zu ihrem psychischen Zustand, Depressionen, generalisierten Angsterkrankungen und akutem mentalen Stress.

Etwa ein Viertel der Befragten (27,4 Prozent) gaben an, unter Allergien zu leiden; davon 7,7 Prozent an ganzjährigen, 6,1 Prozent an saisonalen und 13,6 Prozent an anderen Formen von allergischen Reaktionen. Die Forscher stellten fest, dass Menschen mit generalisierter Angststörung häufiger Pollenallergien hatten, nicht aber ganzjährige Allergien.

Diese traten bei Patienten mit Angststörungen sogar statistisch seltener auf. Eine Erklärung: Personen mit andauernden Allergien haben andere Stressverarbeitungsstrategien entwickelt, die sie vor Angststörungen schützten. Bei den ganzjährigen Allergien gab es dagegen einen positiven Zusammenhang mit Depressionen und depressiven Phasen.

Störfaktoren wurden herausgerechnet

Durch den Studienaufbau konnte aber nicht geklärt werden, ob Allergien die Angreifbarkeit für Depressionen erhöht oder ob sie selbst ein Risikofaktor für Allergien sind. Für das Team überraschend: Das Auftreten von Nahrungsmittel- oder Medikamentenallergien wurde nicht oder nur geringfügig von psychischen Faktoren beeinflusst.

In der Studie wurden mögliche Störfaktoren, die den Zusammenhang fälschlicherweise beeinflussen könnten, statistisch herausgerechnet. Hierzu zählten Alter, der Raucher-Status, das Geschlecht und familiäre Vorbelastungen (etwa allergisches Asthma).

Harter erklärt aber auch die Schwachstellen der Studie: „Wir haben ein relativ hohes Durchschnittsalter von 61 Jahren, somit sind jüngere Menschen eher unterrepräsentiert.

Außerdem handelt es sich nur um eigene Angaben und nicht um echte Allergiediagnosen. Wir haben aber Blutproben von allen Probanden und wollen diesen Punkt wissenschaftlich überprüfen.“, wird sie in der Mitteilung zitiert. (eb)

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