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Prophylaxe von Thrombosen bei Kardioversion

WIESBADEN (sko). Derzeit werden niedermolekulare Heparine in der Thromboseprophylaxe bei Kardioversion geprüft.

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Ein Pluspunkt niedermolekulare Heparine (NMH) sei die gute Bioverfügbarkeit, sagte Privatdozent Michael Spannagl aus München beim Internistenkongreß in Wiesbaden. Eine Kontrolle der Gerinnung sei meist nur bei Risikopersonen notwendig, etwa untergewichtigen multimorbiden Patienten oder Kindern.

Bei ihnen ist der Ausschluß von Überdosierungen bedeutsam, wie Spannagl bei der von Novartis organisierten Veranstaltung sagte. Die herkömmlichen Tests seien dafür nicht geeignet, da sie die Aktivität des Faktor Xa, der durch die NMH gehemmt wird, nicht erfassen.

Ob die Kardioversion auch mit NMH sicher ist, werde in der AFFECT-(Atrial Fibrillation FEasibility Certoparin Trial)-Studie getestet, so Professor Ulrich Tebbe aus Lippe-Detmold: 200 Patienten mit Vorhofflimmern erhalten zweimal 8000 I.E. Certoparin (Mono-Embolex®).

Besteht das Vorhofflimmern erst seit 48 Stunden, folgt der Kardioversion eine vierwöchige Antikoagulation - besteht es bereits länger als 48 Stunden wird erst eine transösophageale Echokardiographie vorgenommen. Haben die Patienten Thromben, wird antikoaguliert. Bei den bisher erfaßten 157 Patienten kam es nach Tebbes Angaben nicht zu zerebralen ischämischen Insulten, tiefen Venenthrombosen oder Blutungen.

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