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Transkriptom-Analyse

RNA von transplantierten Herzen zeigt Risikogene für Herzkrankheiten

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BERLIN. Ein Forschungsteam um Dr. Matthias Heinig hat die RNA von transplantierten Herzen in der bis dato größten Transkriptom-Studie analysiert, wie das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) mitteilt. Dabei fanden die Wissenschaftler eine Reihe von neuen Risikofaktoren für die dilatative Kardiomyopathie und andere Herzerkrankungen, die damit zukünftig besser erkannt werden könnten (Gen Biol 2017; 18:170).

In ihrer Studie verglichen die Forscher die gesamten abgelesenen Erbinformationen (das Transkriptom) im Herzgewebe von Gesunden und Kranken. Dabei interessierte sie besonders, welche Gene das Risiko für eine dilatative Kardiomyopathie (DCM) erhöhen. Für ihre Studie sammelten sie Biopsien der linken Herzkammer von 97 Patienten mit DCM und 108 gesunden Spendern während Herztransplantationen. Sie analysierten das Transkriptom und identifizierten 228 Gene, die bei DCM-Erkrankten und Gesunden unterschiedlich abgelesen wurden. Auch kamen bestimmte RNA-Moleküle unterschiedlich oft vor. Die Forscher stellten fest, dass die Unterschiede vor allem bei den bereits bekannten DCM-Risikogenen auftreten. Zusätzlich bestimmten sie jedoch sechzig neue Gene, die bislang noch nicht mit DCM in Verbindung gebracht wurden.

Die Daten erleichterten die Bewertung von möglichen Risiko-Genen und eröffneten neue Ansatzpunkte für die Entwicklung von Medikamenten und diagnostischen Tests, betont Heinig in der Mitteilung. "Ein solcher Test sollte Menschen mit erhöhtem Risiko früh erkennen." (eb)

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