Rauchen verbieten: So sinkt die Zahl der Herzinfarkte deutlich

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ROM (hub). Rauchverbote senken die Herzinfarktrate. Das hat eine Studie aus Italien jetzt eindrucksvoll belegt: Nach Inkrafttreten der Gesetze ist die Zahl der Herzinfarkte um bis zu 15 Prozent gesunken.

Ausgewertet wurden Daten von Römern, die wegen eines Herzinfarktes in die Klinik eingewiesen wurden oder außerhalb der Klinik daran gestorben waren (Circulation online). Ko-Faktoren wie Schadstoffemissionen in der Luft oder Influenza-Erkrankungen wurden berücksichtigt.

Die Daten belegen: Durch das Rauchverbot ist die Zahl der Herzinfarkte gesunken, bei den 35- bis 64-Jährigen um 11,2 Prozent. Hier gab es im Jahr 2000 über 2400 Betroffene, nach dem Verbot von 2005 nur noch etwa 2140. Bei den 65- bis 74-Jährigen sank die Infarktzahl um 7,9 Prozent. Über 75-Jährige profitierten nicht. Diese Personengruppe halte sich eher zuhause als in der Öffentlichkeit auf, schreiben die Autoren.

Besonders Menschen mit geringem sozioökonomischen Status waren die Gewinner (minus 15 Prozent). Das bedeute, diese Personen sind ohne Rauchverbote sowohl privat als auch am Arbeitsplatz eher von Rauchern umgeben, so die Forscher. Ein Teil der gesundheitlichen Vorteile sei also auf vermindertes Passivrauchen zurückzuführen.

Bei Männern ging der Anteil von Rauchern von 35 auf 30,5 Prozent zurück, bei Frauen von 20,6 auf 20,4. Je höher der Anteil von Rauchern ist, desto stärker machen sich also auch positive Effekte bemerkbar. Auch der Absatz von Zigaretten sank nach Einführung des Rauchverbots um 5,5 Prozent.

Die Kollegen setzen sich für flächendeckende Rauchverbote ein, mindestens aber am Arbeitsplatz.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Gastwirte sind keine Gallier

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