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Schlechter Schlaf und Depression bei neuropathischen Rückenschmerzen

BERLIN (gvg). Rückenschmerzpatienten mit einer neuropathischen Schmerzkomponente haben häufiger Angststörungen, sind häufiger depressiv und schlafen schlechter als Patienten mit rein nozizeptivem Schmerz.

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Das belegt eine große deutsche Multicenter-Studie, an der 7688 Patienten mit chronischem Rückenschmerz teilgenommen haben. In der vom Unternehmen Pfizer unterstützten Untersuchung wurde bei den Rückenschmerz-Patienten zunächst der Schmerztyp mit Hilfe des painDetect-Fragebogens erfaßt. Der Fragebogen dient speziell der Abgrenzung von neuropathischen Schmerzen bei Rückenschmerzpatienten (wir berichteten). Typisch für neuropathische Schmerzen sind Sensibilitätsstörungen und ein Gefühl des Brennens im Schmerzgebiet. Auch Spontanschmerzen, Allodynien und Hyperalgesien sind häufig.

Den Patienten wurden dann jeweils etwa 150 Fragen gestellt, um herauszubekommen, ob es beim Krankheitsverlauf Unterschiede zwischen Patienten mit überwiegend nozizeptivem und solchen mit überwiegend neuropathischem Schmerz gibt. "Wir konnten zeigen, daß der Schmerztyp starken Einfluß auf die Häufigkeit psychischer Begleiterkrankungen hat", sagte Dr. Rainer Freynhagen von der Universität Düsseldorf beim Schmerzkongreß in Berlin.

So hatten zwölf Prozent der Patienten mit überwiegend neuropathischem Schmerz eine schwere und 51 Prozent eine moderate Depression. Bei den Patienten mit Nozizeptorschmerz waren es nur zwei Prozent und 25 Prozent. Ähnliche Unterschiede gab es bei Angst- und Panikstörungen: 16 Prozent der Neuropathie-Patienten litten daran, drei Prozent derjenigen mit Nozizeptorschmerz.

Auch Schlafprobleme waren bei neuropathischem Schmerz häufiger (76 versus 52 Prozent). "Patienten mit neuropathischem Rückenschmerz sind entweder schwerer krank oder werden schlechter behandelt", vermutet Freynhagen.

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