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Senken von Homocystein bei KHK bringt nichts

NEW ORLEANS (ob). Die Hoffnung, durch Homocystein-Senkung mit Folsäure und Vitamin B12 erneuten Infarkten vorzubeugen, ist praktisch auf dem Nullpunkt.

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Auch in der bisher größten Langzeitstudie zu einer solchen Präventionsstrategie wurde die Wirksamkeit nicht belegt. Nach ähnlichen Ergebnissen in sechs vorangegangenen Studien hat auch die beim AHA-Kongress präsentierte SEARCH-Studie die so genannte Homocystein-Hypothese nicht untermauert. Diese Theorie besagt, dass eine Senkung der Homocystein-Spiegel, deren Höhe nachweislich direkt mit dem kardiovaskulären Risiko korreliert, in eine Reduktion von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mündet.

In SEARCH ist diese Hypothese bei KHK-Patienten nach Myokardinfarkt, also in der Sekundärprävention, überprüft worden. Insgesamt 12 064 Postinfarkt-Patienten sind im Schnitt fast sieben Jahre lang mit 2 mg Folsäure und 1 mg Vitamin B12 pro Tag oder Placebo behandelt worden. Genutzt hat es nichts: Am Ende war die Zahl der schwerwiegenden kardiovaskulären Zweitereignisse wie Koronartod, Myokardinfarkt und Schlaganfall mit 1537 (Folsäure/Vitamin B12) und 1493 (Placebo) in beiden Gruppen nicht signifikant unterschiedlich.

"Das ist wirklich ein sehr robust negatives Ergebnis", meinte Studienleiterin Dr. Jane Armitage in New Orleans. Auch die Suche nach einem möglichen Nutzen in diversen Subgruppen änderte daran nichts.

Einen positiven Effekt kann Armitage den enttäuschenden Ergebnissen aber doch abgewinnen. Immerhin zeige die Studie, dass die Langzeitsupplementierung von Folsäure und Vitamin B12 keine Risiken beinhaltete und besonders das Krebsrisiko nicht erhöhe. Denn inzwischen ist in vielen Ländern die Anreicherung von Mehlprodukten mit Folsäure gängige Praxis.

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