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Kommentar

Soja ist nicht der Stoff gegen alles

Von Michael Hubert Veröffentlicht:

Es wäre so schön gewesen: Mit einer Sojapille sind alle Wechseljahresbeschwerden auf einmal verflogen. Hitzewallungen weg, Schlafstörungen verschwunden, Scheide wieder feucht, die Knochen dicht.

Doch Beobachtungen wie jene, dass Asiatinnen weniger Wechseljahresbeschwerden haben als Frauen aus Europa oder Amerika, sind das eine. Die Folgerung, dies liege am hohen Verzehr von Sojaprodukten, ist das andere. Soja-Isoflavone mögen positive Effekte haben, Wechseljahresbeschwerden aber verhindern sie nicht, hat jetzt eine Studie ergeben.

Wollen Frauen gegen Hitzewallungen etc. etwas tun, bleiben Arzneimittel. Hier sind in der Indikation Wechseljahresbeschwerden sowohl pflanzliche als auch synthetische Arzneien zugelassen. Anders als Nahrungsergänzungsmittel haben sie einen bedeutenden Vorteil: Für ihre Zulasung musste der Hersteller die Wirksamkeit nachweisen.

Bei schweren Wechseljahressymptomen führt aber meist kein Weg an einer Hormonersatztherapie vorbei. Hier gilt es, die Frauen über Nutzen und Risiken aufzuklären und dann selbst entscheiden zu lassen. Eine Wirkung ohne Nebenwirkung wird aber auch weiterhin eine Illusion bleiben.

Lesen Sie dazu auch: Hilft Soja in den Wechseljahren?

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