Sonnencreme: Hautkrebs-Schutz belegt

KIEL (ars). Zum ersten Mal wurde für ein Sonnenschutzmittel in einer evidenzbasierten Studie nachgewiesen, dass es Hautkrebs vorbeugt. Daraufhin hat das renommierte H.G. Creutzfeldt-Institut in Kiel die Creme mit dem Innovationspreis 2008 ausgezeichnet.

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Eincremen vor dem Sonnenbad schützt.

Eincremen vor dem Sonnenbad schützt.

© Foto: Marina Bartel www.fotolia.de

An der Studie am Hauttumozentrum der Charité zu Berlin nahmen 120 Patienten teil, zu je einem Drittel hatten sie eine Leber-, Nieren- oder Herztransplantation hinter sich. Nach zwei Jahren war bei jenen, die das Medizinprodukt (Daylong actinica®) anwendeten, die Zahl der aktinischen Keratosen um 53 Prozent zurückgegangen, in der Kontrollgruppe dagegen hatte sie um 43 Prozent zugenommen. Neue invasive Plattenepithelkarzinome waren in der Verumgruppe überhaupt nicht aufgetreten, in der Vergleichsgruppe bei acht Patienten. Die Werte fürs Basalzellkarzinom betrugen zwei und neun.

Nach einer Transplantation erkranken bis zu 50 Prozent der Patienten innerhalb von zehn Jahren als Folge der Immunsuppression an Hautkrebs. Die Studienteilnehmer waren daher angehalten worden, zur Prophylaxe täglich 30 Minuten vor Verlassen des Hauses eine Dosis von 2 mg/cm2 auf alle sonnenexponierten Hautareale aufzutragen. Die Compliance war sehr gut: Im Schnitt cremten sie sich 5,6 Mal pro Woche ein.

Ungewöhnlich an dem Präparat sind nach einer Mitteilung des H.G. Creutzfeldt-Instituts die Liposomen, die die UVA- und UVB-Lichtschutzfilter in die Epidermis transportieren. Nach einmaliger Anwendung am Morgen bleiben diese Faktoren dann den ganzen Tag in der Haut. Zudem ist das Produkt wasserfest und stabil gegen Schweiß und Abrieb. Auf der Creme ruhten hohe Zukunftsaussichten, da sie, von vielen Patienten angewandt, die Inzidenz von Hautkrebs verringern könne.

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