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RKI-Projekt AdiRaum 2.0

Soziale Benachteiligung erhöht Risiko für Übergewicht bei Vorschulkindern

Inwiefern der Grad der sozioökonomischen Deprivation mit der Prävalenz von Übergewicht und Adipositas bei Kindern zusammenhängt, hat das Robert Koch-Institut untersucht. Ein Überblick über die Ergebnisse.

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Adipöses Kind

Wer arm aufwächst, hat ein höheres Risiko, an Übergewicht oder Adipositas zu erkranken.

© kwanchaichaiudom / Fotolia

Berlin. Bundesweit erhobene Daten aus Schuleingangsuntersuchungen (SEU) bestätigen, dass hohe sozioökonomische Deprivation bereits im Kindesalter ein zentraler Risikofaktor für Übergewicht und Adipositas ist.

So lautet die Schlussfolgerung des vom Robert Koch-Instituts (RKI) durchgeführten und vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Projektes AdiRaum 2.0 (J Health Monit 2026; online 15. Juli).

Vorschulkinder besonders häufig in sozial benachteiligten Regionen übergewichtig

Im Rahmen des Projektes wurden SEU-Daten von knapp 4,3 Millionen Kindern zwischen vier und sieben Jahren aus 13 Ländern im Zeitraum von 2006 bis 2024 zusammengefasst.

Leitfragen waren, wie häufig starkes Übergewicht im Vorschulalter auftritt und ob es Unterschiede nach sozialräumlichen Merkmalen gibt.

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Folgende zentrale Ergebnisse fand das Team um Charlotte Kühnelt:

  • Im Untersuchungszeitraum waren 8,6 Prozent bis 13,4 Prozent der Vorschulkinder von Übergewicht (einschließlich Adipositas) und 3,7 Prozent bis 5,9 Prozent von Adipositas betroffen.
  • Kinder aus Kreisen mit hoher sozioökonomischer Benachteiligung waren häufiger von Übergewicht und Adipositas betroffen als Kinder aus Kreisen mit geringerer Benachteiligung.

Weiterhin fanden Kühnelt und ihr Team heraus, dass die Übergewichts- beziehungsweise Adipositasprävalenz in städtischen Kreisen signifikant niedriger als in ländlichen und großstädtischen Kreisen war.

Das Team resümiert, dass Armut bereits im Kindesalter einen bedeutsamen Risikofaktor für die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas darstellt und präventive Maßnahmen auch auf die Reduktion gesundheitlicher Ungleichheit ausgerichtet sein sollten. (mke)

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