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Spezifische Immuntherapie nützt auch bei Pollen-Asthma

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Patienten mit Pollen-bedingter allergischer Rhinitis bekommen häufig Asthma.

Patienten mit Pollen-bedingter allergischer Rhinitis bekommen häufig Asthma.

© Foto: imago

MÜNCHEN (sto/ikr). Patienten mit allergischer Rhinitis haben häufig auch Asthma. Sind etwa Pollen der Auslöser, profitieren Patienten auch dann noch von einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung), wenn sie bereits ein leichtes, persistierendes Asthma haben.

Etwa jeder dritte Patient mit allergischer Rhinitis bekommt zusätzlich Asthma. Bei Patienten mit allergischer Rhinitis sollte daher stets nachgeschaut werden, ob nicht auch ein Asthma vorliegt und dann eventuell eine gemeinsame Behandlungsstrategie angestrebt werden. Dazu hat Professor Johann-Christian Virchow von der Universität Rostock geraten. Haben Patienten etwa eine durch Pollen bedingte allergische Rhinitis, ist die spezifische Immuntherapie eine bewährte Therapiemethode. Darauf hat Virchow beim 6. Bencard-Allergie-Symposium in München hingewiesen. Eine solche Behandlung reduziert die Symptome deutlich sowie auch den Bedarf an Medikamenten wie Antihistaminika. Das sei inzwischen in vielen Studien belegt, sagte der Pneumologe. Außerdem könne so möglicherweise die Entwicklung eines Asthmas verhindert werden. Bei Kindern ist das bereits nachgewiesen.

Auch bei Patienten, die bereits ein leichtes Asthma haben, reduziere die spezifische subkutane Immuntherapie (SCIT) die Symptome und den Medikamentenverbrauch, so Virchow. Ein guter Effekt ist nach Studiendaten aber nur dann zu erwarten, wenn die Indikation sehr streng gestellt wird: Es muss ein intermittierendes oder geringgradig persistierendes Asthma vorliegen, das heißt Asthma-Symptome dürfen zwar mehrmals pro Woche aber nicht täglich auftreten. Es muß zudem sicher sein, daß es sich um ein allergisches Asthma handelt. Und: Die Einsekundenkapazität (FEV1) darf nicht unter 70 Prozent liegen.

Geeignet sei die SCIT vor allem bei jungen Patienten mit allergischer Rhinokonjunktivitis und einer Mono- oder Oligosensibilisierung. Zu den Risikopatienten, bei denen vermehrt mit unerwünschten Wirkungen zu rechnen ist, gehören nach Virchows Angaben etwa Patienten, bei denen eine antiasthmatische Therapie nur zu einer geringen Besserung führt. Die SCIT sei kein Ersatz für eine ausreichende antiasthmatische Therapie, betonte Virchow.

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