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Nephrologen fordern

Standards zur Dialyse bei Schwangeren!

Veröffentlicht:

MANNHEIM. Eine Umfrage bei Nephrologen zu Praxis und Behandlungsstrategien bei schwangeren Dialysepatientinnen hat ergeben, dass es keinen einheitlichen Konsens über die zu wählenden Behandlungsstrategien wie Dialysedauer, Zielwerte, Vorgehen bei Patientinnen an der Peritonealdialyse gibt.

Für die Umfrage, deren Ergebnisse bei einer Postersitzung vorgestellt worden sind, haben Kollegen um J. Duffner vom Universitätsklinikum Ulm Fragebögen an 2015 Nephrologen versandt.

Insgesamt 200 Fragebögen konnten ausgewertet werden. 84 Nephrologen hätten bereits eine oder mehrere Schwangerschaften bei dialysepflichtigen Patientinnen betreut, so die Kollegen aus Ulm.

Mehr vom DGIM-Kongress

Weitere Berichte vom Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Mannheim finden Sie hier: aerztezeitung.de/dgim2016

Von ihnen hätten 30 Prozent über Komplikationen oder ein ungünstiges Outcome berichtet. Meistgefürchtete Komplikationen seien intrauterine Wachstumsstörungen, Frühgeburt und Tod des Kindes gewesen.

Nur 40 Prozent der Befragten hätten angegeben, sich in der Betreuung dieser Patientinnen sicher zu fühlen. Neben einer verstärkten Thematisierung auf Kongressen hätten 72 Prozent für die Entwicklung von Standards zum Vorgehen bei der Dialyse in der Schwangerschaft plädiert. (mal)

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