Kommentar

Stanzen und Erektionen

Von Robert BublakRobert Bublak Veröffentlicht:

Es wäre schön, wenn es denn wahr wäre: Laut Resultaten einer spanischen Studie hat es keine Folgen für die Erektionsfähigkeit, wenn sich Männer zum Zwecke der Prostatakrebsdiagnostik einer oder sogar mehreren Stanzbiopsien unterziehen müssen. Im Vergleich zur Situation vor der Biopsie waren weder drei noch sechs Monate später Verschlechterungen der Erektionsfunktion festzustellen.

Eine andere Studie war in diesem Zusammenhang allerdings vor ein paar Jahren zu einem anderen Ergebnis gelangt. Damals hatten US-Forscher nach Prostatabiopsien signifikant reduzierte Punktwerte auf der IIEF-Skala zur Messung der Erektionsfunktion bemerkt, bei einem nicht unerheblichen Anteil der Männer bis in mäßig bis schwer dysfunktionale Bereiche. Als Ursachen wurden neben psychischen Belastungen – Stichwort Krebsangst – auch anatomische Veränderungen wie Nervenläsionen und Hämatome diskutiert.

Wie belastbar die entlastenden spanischen Befunde sind, ist jedoch unklar. Die Teilnehmerzahl der Studie war relativ klein – womöglich zu klein, um Unterschiede dingfest zu machen. Mag also sein, dass Biopsien die Erektionsfähigkeit weniger beeinflussen als befürchtet. Vielleicht sind die Ergebnisse der Studie aber auch zu schön, um wahr zu sein.

Lesen Sie dazu auch: Prostatabiopsie: Potenz leidet wohl nicht

Das könnte Sie auch interessieren
Management tumorassoziierter VTE

© Leo Pharma GmbH

CME-Fortbildung

Management tumorassoziierter VTE

Anzeige | Leo Pharma GmbH
CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

© Leo Pharma GmbH

Empfehlungen

CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

Anzeige | Leo Pharma GmbH
Die Ära der Immunonkologie: bessere Chancen für Krebspatienten

© Bristol-Myers Squibb

Immunonkologie mit dem Schwerpunkt Biomarker

Die Ära der Immunonkologie: bessere Chancen für Krebspatienten

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Prädiktion in der Immunonkologie mit Biomarkern

© Alpha Tauri 3D Graphics / shutterstock

Immunonkologie mit dem Schwerpunkt Biomarker

Prädiktion in der Immunonkologie mit Biomarkern

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

© Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA

CAR-T-Zelltherapie

OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Coronakrise hat den Pflegekräften an der Charité zugesetzt. Um sie zu unterstützen, gehören inzwischen zehn Psychologen zum Team. Sorgen können dadurch unkompliziert in den Pausen angesprochen werden.

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Supervision an der Kaffeetasse

Wie die Charité ihren COVID-Kräften Beistand leistet

Diagnose Krebs

© Marco2811 / stock.adobe.com

Regionale Prävalenz

So häufig kommt Krebs in den einzelnen Städten und Landkreisen vor